Natürlich nicht

Natürlich sind die Wasserspiele, die mein Körper veranstaltet noch nicht vorbei – heute wieder 600 g mehr trotz (minimalem) Defizit. Zum Glück hab ich Fettlogik gelesen und bin nur mildly annoyed und nicht völlig verzweifelt und kurz vorm hinschmeißen. ¯\_(ツ)_/¯

Heute Abend ist noch mal Schlemmerei angesagt, aber dann kann ich mich wohl hoffentlich wieder meiner Magerquark-Gemüse-Proteinshake Askese widmen. Irgendwie freue ich mich sogar darauf. Vor allem natürlich darauf, endlich wieder Erfolge zu sehen.

Irgendwie ist es körpertechnisch etwas seltsam, ich fühle mich mittlerweile gar nicht anders, als noch vor 10 kg. Ist ja jetzt schon wieder etwas her, dass ich abgenommen habe. Also manchmal, wenn ich einzelne Köperteile von mir sehe (vor allem meine Beine), dann denke ich: “Woah, die sind ja super dünn geworden!” Aber ansonsten ist eigentlich alles wie immer. An manchen Tagen schaue ich in den Spiegel und denke “Man, bin ich heiß!” (hab ich aber vor 10 kg auch schon) und an manchen Tagen fühle ich mich etwas so sexy wie ein Sack Kartoffeln. Und weil ich mich so ‘normal’ fühle, irritiert es mich etwas, wenn andere Leute meine Abnahme kommentieren, auch wenns positiv ist.

Waage Vermutungen

Welche Strafe steht eigentlich auf das Kidnappen einer Waage? Die bei meinen Eltern scheint mir nämlich um einiges wohlgesonnener zu sein als meine Eigene. Heute zeigte die Waage bei meinen Eltern 67,8 kg, also nur noch 100 g mehr als vor meiner USA-Reise (auf meiner eigenen Waage). Gestern waren es hier allerdings auch noch 68,… weiß ich gar nicht mehr so genau… .5? Vielleicht. Also auch wenn die Waage hier etwas anders geeicht ist, wiege ich auf jeden Fall heute weniger als gestern, also hat sich ja zumindest das zusammenreißen gestern gelohnt. Und die 25 min auf dem Ergometer. Traditionell essen wir in meiner Familie an Weihnachten tagsüber sehr wenig (früher haben meine Eltern sogar gefastet), um dann zum Abendessen richtig reinzuhauen. Aber da ich es schon länger gar nicht schaffe, zu einer Mahlzeit richtig viel zu essen, sehe ich dem Wiegen morgen auch eher gelassen gegenüber. Vor allem, wenn ich mir nach dem Abendessen gleich wieder die Zähne putze und somit nicht dem Nougat, den Plätzchen und dem Rotwein erliege.

Im Schlaraffenland

Ich bin ja jetzt vor Weihnachten bei meinen Eltern und es gibt hier einfach viel zu viel von allem… Meine Mutter hat Plätzchen gebacken, der Süßigkeitenschrank ist voller Schokolade, Nüsse, Weingummi… -.- Es verlangt mir echt einiges an Willensstärke ab, mich nicht völlig gehen zu lassen. Ich hab den Trick mit dem Zähnputzen direkt nach dem Abendessen probiert, klappt ganz gut. Zumindest nach dem Abendessen halt. Ich kann aber meine Mutter nicht wirklich verstehen – sie will auch abnehmen, aber kauft das ganze Zeug auch noch selbst ein.

Wasserballett und Jetlag

Seit Montag habe ich auf der Waage eine spannende Auswahl an Zahlen gesehen: Dienstag 68.4, Mittwoch 68.2, heute dann wieder 69.5. Mit etwas weniger Spannung würde ich mich auch zufrieden geben, ehrlich gesagt… Auch ansonsten ist bin ich ziemlich durch den Wind, der Jetlag sorgt dafür, dass ich entweder nur 4 oder gleich 12 Stunden in einer Nacht schlafe und mich unabhängig davon ständig groggy fühle. Aber letztes Jahr, als ich zur gleichen Zeit auch aus den USA zurück gekommen bin, hat es auch eine Woche gedauert, bis ich mich vom Jetlag erholt hatte.

Bei Fettlogik ging es im letzten Artikel um Bodyshaming und ich weiß nicht, ob ich durch den Artikel sensibilisiert wurde, aber seit ich heute bei meinen Eltern angekommen bin, hat meine Mutter mir schon zwei mal gesagt, dass ich ja gar keinen Arsch mehr hätte… Sie hat das zwar in einem anerkennenden Tonfall gesagt, aber so richtig toll finde ich das jetzt nicht. Naja, ich glaube ich bin auch durch den Jetlag & den Schlafmangel auch etwas sensibler als sonst. Irgendwann pendelt sich sicher alles wieder ein – Gewicht, Schlafrhythmus und Laune.

Tag der Abrechnung

Heute morgen endlich nach den USA auf meine Waage gestiegen und das Ergebnis *Trommelwirbel* – 70.1 kg… Und obwohl ich vom Bauchgefühl her ja schon so was erwartet habe, bin ich doch ein bisschen traurig/genervt/enttäuscht. Irgendwie war da doch so ein leises Stimmchen in meinem Hinterkopf, dass mir in den letzten Tagen eingeflüstert hat, dass ich ja vielleicht doch nicht zugenommen habe. Auf der Hochzeit hab ich ein paar Leute getroffen, die mich seit der Abnahme noch gar nicht gesehen haben, und die mir gesagt haben, wie toll ich doch aussehe; das könnte dazu beigetragen haben, dass ich zu hohe (niedrige?) Erwartungen an die Waage gestellt habe. Irgendwie graust es mir davor, dass nachher in meine Tabelle einzutragen und zu sehen, wie weit mich das zurückgeworfen hat :O

Überforderungen

Mittlerweile befinde ich mich wieder auf heimischem Boden. Gestern bin ich in Frankfurt gelandet und dann gleich weiter zu der Hochzeit einer Freundin in Salzburg. Wenn die Hochzeit nicht gewesen wäre, wäre ich noch zwei Tage länger in San Francisco geblieben, aber die Braut ist eine gute Freundin, da kann ich schon mal Abstriche machen. Aber man, war ich fertig gestern… Donnerstag um 4 Uhr morgens in San Francisco aufgestanden, 4 Stunden geflogen, 2 Stunden Aufenthalt in Washington, nochmal 7 Stunden nach Frankfurt geflogen, 2 Stunden am Boden, weiter nach Salzburg, zu meiner Freundin, 1 Stunde bei ihr mit Turboduschen und aufhübschen. Um 12 war die Trauung und dann haben wir bis 2 gefeiert. Da ich in der Nacht vor meinem Abflug natürlich auch nicht früh ins Bett bin, weil ich die letzten Stunden, in denen ich meine amerikanischen Kollegen noch mal sehen konnte, nicht mit schlafen verschwenden wollte, ging ich am Ende der Hochzeitsfeierlichkeiten wirklich auf dem Zahnfleisch. Aber heute, nach einer ordentlich durchgeschlafenen Nacht geht es mir schon wieder viel besser. Und schön war die Hochzeit trotzdem.

Der Titel dieses Posts bezieht sich übrigens gar nicht auf meine letzten paar Tage! Sondern auf meinen (mittlerweile gestrichenen) Plan für Januar. Ich hatte mir vor einer Weile in den Kopf gesetzt, mich im Januar vegan zu ernähren. Ich lebe mittlerweile fast mein halbes Leben vegetarisch und ich kann jeden nicht-Vegetarier verstehen, der sagt „Ich finde das ganz toll, würde das aber nicht schaffen, weil mir Fleisch so schmeckt“, denn ich würde sehr gerne vegan leben, schaffe es aber einfach nicht, weil mir Käse so schmeckt. Und Milch. Jogurt. Quark. Und Eier! Also dachte ich mir, ich versuche es zumindest mal einen Monat, zwinge mich ein bisschen dazu, mich nach Alternativen umzuschauen und neue Rezepte auzuprobieren und Gewohnheiten aufzubauen. Der Plan ist auch noch nicht komplett gestorben, aber zumindest für Januar (und für Februar) gestrichen. Denn: im März fange ich eine neue Stelle in einer neuen Stadt an, in der ich auch eine Wohnung brauche. Und ich soll bis dahin meine Doktorarbeit abgegeben haben. Und außerdem will ich ja auch noch 5 + die x kg, die ich mir in den USA angefuttert habe, abnehmen. Nicht wirklich die richtige Zeit, um sich durch vegane Blogs oder Kochbücher zu wühlen, auf die sättigende Portion Quark mit Gemüse zu verzichten oder Proteinwerte von Pflanzen zu vergleichen, um keinen Mangel zu bekommen.

Mein guter Vorsatz fürs neue Jahr ist also: mich (im zweiten Quartal) einen Monat lang vegan ernähren.

Zwischenstand 2

Mittlerweile bin ich San Francisco angekommen, was bedeutet: Mehr Autonomie, was meine Zeiteinteilung angeht und keine gemeinsamen Frühstücke mehr. Ich frühstücke also seit gestern wieder Proteinshake und bin gestern sehr viel rumgelaufen (grob überschlagen 12 km). Aber auch hier gibt es wieder echt viel und gutes Essen…

In den Tagen vor San Francisco haben wir einen kleinen Roadtrip gemacht, durch verschiedene Nationalparks. Was zwar sehr schön war, aber leider nicht so viel Zeit für Wanderungen beinhaltete, wie ich mir gewünscht hätte (nicht nur aus Abnehmgründen – ich wandere wirklich sehr gerne…). Ich bin auch nur noch 2 Tage hier, aber zu Hause komme ich erst am 19. an. Bin sehr gespannt, was die Waage zu sagen hat, aber ich bin relativ sicher, dass ich zugenommen habe. Alleine vom Bauchgefühl her – und damit meine ich, wie sich mein Bauch anfühlt 😛

Amerika Zwischenstand

Meine Zeit in den USA ist jetzt halb rum, und da ich ein paar Minuten Zeit habe, hier ein kleiner Zwischenbericht: Von meinen guten Vorsätzen hab ich eigentlich keinen umsetzen können 😛 Ich trinke gerade den zweiten Proteinshake der ganzen Reise, habs nicht geschafft, Muskeltraining zu machen, meinen Schrittzähler konnte ich nach 2 Tagen nicht mehr laden, da die Spannung hier nicht ausreicht… Aufgeschrieben, was ich esse habe ich auch nicht. Möp möp mööööp. Aber immerhin bewege ich mich hier recht viel (also, ich gehe und wandere viel) und ab dem Wochenende wird das noch mal ansteigen. Gefühlt habe ich an mindestens 2 Tagen ein massives Kalorienplus gegessen, an den anderen eher ein kleines Plus oder ausgeglichen. Das alles (abgesehen vom Schrittzähler) hat einerseits den Grund, den ich schon erahnt habe: “Ich bin ja nur kurz hier/ wer weiß, wann ich wieder komme.” und außerdem Futterneid, wenn die anderen Rührei mit Toast oder Porridge frühstücken, will ich mich nicht mit meinem Shake daneben setzen.

Nächste Woche geht es nach San Francisco, und da werde ich nicht mehr mit der ganzen Gruppe zusammen wohnen sein und morgens zumindest alleine essen können (Protenshake!). Naja, das finale Urteil fällt die Waage am 19.12.. 😛

P.S.: @ Annesch: Die Idee, das Gleiche zu essen wie meine normalgewichtige Kollegin wurde durch ihre… sagen wir inkompatiblen Essgewohnheiten verhindert: Sie ist zwar wenig, aber sehr energiedichtes Essen, z.B. Snickers zum frühstück 😀 Aber hätte ja klappen können