67,5… die fünfte

Einerseits latent frustrierend, dieses Plateau, andererseits witzig, dass mein Körper scheinbar immer genau so viel Wasser einlagert, wie ich abgenommen habe 😛 Naja, muss er selber wissen. Ansonsten bin ich mächtig am rotieren: Doktorarbeit muss bald abgeschlossen werden – dazu passend: ich habe mich in Anneschs letztem Post so wieder erkannt! Nur, dass ich für die Doktorarbeit drei Jahre Zeit hatte und nicht nur ein paar Monate… Jetzt bin ich auf einmal so produktiv und es fällt mir sehr schwer nicht verbittert auf die verschwendete Zeit zurückzublicken und zu denken „Was hätte ich alles schaffen können, wenn ich nur immer so produktiv gewesen wäre…?“ Ist halt nicht. Aufs jetzt konzentrieren und versuchen, mich in Zukunft besser zu organisieren.

Der Artikel zu Chaoslogik letztens hat mich da auch zum Nachdenken gebracht. Vor allem der Teil:

„All diese Sprüchlein im Sinne von „ein Genie beherrscht das Chaos“, „leerer Schreibtisch, leerer Kopf“ […] Dazu werden das Chaos und die Strukturlosigkeit als integraler Bestandteil der Persönlichkeit wahrgenommen – und vielleicht auch nicht ganz zu Unrecht. Nicht der „lustige Dicke“, sondern der „liebenswerte Chaot“.

 Ich habe das Gefühl, dass ich das gleiche getan habe, mein „alles auf den letzten Drücker erledigen“ als Teil meiner Persönlichkeit definiert habe. Vielleicht auch, da mir mein Imposter-syndrom zuflüstert, dass das alles eh nichts wird, wodurch ich mich nicht traue, eine Sache wirklich anzufangen, bis dann der Zeitdruck so groß wird, dass ich einfach keine Wahl mehr habe. Und wie bei Annesch ist es dann so, dass der Stolz, es doch noch geschafft zu haben, mir einen extra Kick gibt und eine Zusatzbestätigung, die ich gar nicht bekommen hätte, wenn ich alles rechtzeitig angefangen hätte. Möglicherweise. Dazu fällt mir eine Situation aus der Schule ein: ich habe ab der 9. Klasse Theater gespielt und bei irgendeiner Aufführung stand ich hinter der Bühne und habe festgestellt, dass ich kein Lampenfieber hatte. Und überraschenderweise war ich deshalb enttäuscht, sogar ein bisschen erschreckt. Es hat einfach ein großer Teil gefehlt, der für mich zur Erfahrung “Theater” dazugehört. Ich könnte mir vorstellen, dass es auch diese Angst vor dem nicht/zu wenig fühlen ist, die mich meine Aufgaben künstlich komplizierter machen lässt…

So, langer Post, hat fast nichts mit Abnehmen zu tun, wollte aber scheinbar raus 😛

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