Tschakka

Morgens sieht die Welt doch immer etwas besser aus. Irgendwo habe ich gelesen, dass das daran liegt, dass der Körper als Vorbereitung fürs schlafen gehen die Serotoninproduktion runterfährt. Was je nach dem, wie man es sehen möchte bedeutet, dass man Abends mit weniger Glückshormonen im Blut alles genau so scheiße wahrnimmt, wie es wirklich ist, oder eben Alles überdramatisiert. Aber ich glaube so oder so, dass war nur in einem Bild auf Facebook, ohne Quellenangaben, also: mit Vorsicht zu genießen. Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich gestern recht früh eingeschlafen bin und dann auch durchgeschlafen habe. Im Moment geht mir so viel durch den Kopf, dass ich Nachts manchmal stundenlang wach liege. Naja, das wird sich in absehbarer Zeit auch wieder ändern. Und heute Morgen habe ich auch schon ein paar Dinge in die Wege geleitet um den Fehler, wegen dem ich gestern enttäuscht von mir selber war wieder gerade zu bügeln. Eines der Mantras, die mich über Wasser halten, wenn ich mal wieder irgendwas verbockt habe, ist: “Du kannst unmöglich der erste Mensch sein, dem dieser Mist passiert ist. Irgendwie kann man das sicher geradebügeln.” In diesem Sinne: Tschakka…

Abnehmtechnisch ist alles weiter super, hab ich ja gestern Abend auch schon geschrieben. Um den Verlockungen der Nahrungsmittel in meiner Wohnung zu entgehen, habe ich meinen Kleiderschrank aussortiert. Da ich ja bald umziehe, ist das eine gute Gelegenheit, mich von den Sachen zu befreien, aus denen ich rausgeschrumpft bin oder die ihre besten Tage einfach schon hinter sich haben.

Gewicht heute morgen: 68,0 kg auf der Waage und 68,5 kg laut Defizit.

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Blöder Tag

Dieser Eintrag hat wieder eher wenig mit Abnehmen zu tun. Oder vielleicht ein bisschen… Mit dem Essen hat in den letzten zwei Tagen alles gut geklappt, morgens Proteinshake, Mittags Salat plus Hüttenkäse o.ä., Abends Quark mit Gemüse und zwischendurch ein paar kleine Snacks, die ich aber immer aufgeschrieben habe. Beide Tage ein Defizit >1000 kcal.

Dafür bin ich privat gerade von allen Leuten um mich herum und auch von mir selbst enttäuscht. Vermutlich überdramatisiere ich auch wieder mal ein bisschen (aber ich will nicht ins Detail gehen, deswegen werdet ihr, liebe Leser, das nie beurteilen können – sehr sinnvoll dann auch, das dann alles hier nieder zu schreiben), aber ändern kann ich es auch nicht… Am Liebsten würde ich mich jetzt zur “Aufmunterung” mit Essen vollstopfen, aber das würde ja, wenn überhaupt, nur kurzzeitig helfen… Naja, immerhin hat mich das Schreiben etwas abgelenkt und jetzt gehe ich mir die Zähne putzen…

Erfolgreiches Wochenende

Ich muss vielleicht mal lernen etwas geduldiger und weniger dramatisch zu sein. Vielleicht. Irgendwann. Ich habe jetzt nämlich doch noch eine Zusage für meine Traumwohnung bekommen, die Trauer von Donnerstag war also unberechtigt 😀 Kann mein Glück echt kaum fassen und freue mich auf die Veränderungen, die 2017 mit sich bringen wird – neue (erste richtige eigene) Wohnung, neuer (erster richtiger) Job, neuer (verbesserter) Körper 😀

Die Party war auch ein voller Erfolg, auch wenn ich (leider) auch etwas zu voll war… Gestern konnte ich das Bett nicht verlassen und ich habe keine Ahnung, was ich Samstag alles gegessen und getrunken habe, eine Kalorienbilanz ist also leider auch nicht möglich. Aber naja, am Samstagmorgen waren es 68,4 kg, heute Morgen 68,3, also kein Problem. Und wenn man annimmt, dass am Samstag meine Kcal-Bilanz auf null rausläuft (viel gegessen & getrunken, getrunken aber hauptsächlich mit Rum-Cola-zero und auch viel rumgelaufen & getanzt), dann habe ich letzte Woche ein Gesamtdefizit von 7200 kcal eingefahren. Das kann sich doch sehen lassen.

Mindgames mit der Waage

Wie erwartet konnte ich meine Abnahmen von 1 kg pro Tag nicht fortführen – von gestern auf heute habe ich nur ein halbes Kilo verloren, heute auf der Waage 67.9 kg… Einerseits bin ich ziemlich überrascht, wie viel Wasser ich scheinbar eingelagert hatte und immernoch verliere (Differenz zwischen „tatsächlichem Gewicht“ und dem gewogenen: fast 1.5 kg), und andererseits erinnert mich das gerade so sehr an meine alten Abnehmversuche ohne das Wissen um Wassereinlagerungen und ohne das Wissen, dass man sich den Stoffwechsel nicht kaputt machen kann… Spätestens nächste Woche, wenn nicht schon am Wochenende wird nämlich erstmal Schluss sein mit der Abnahme, zwar nicht in der Realität, aber auf der Waage. Und das hat mir früher immer entweder die Motivation geraubt oder dafür gesorgt, dass ich mehr esse, um mir den Stoffwechsel nicht vollends zu ruinieren… Gefühlt danke ich Fettlogik überwinden in jedem zweiten Beitrag, aber im echten Leben danke ich Nadja so ca. alle halbe Stunde, also ist das schon noch okay, denke ich.

Im übrigen habe ich seit Montag schon über 5300 kcal Defizit geschafft, ich darf also wirklich stolz sein, auch wenn ich die „Komplimente“ meiner Waage nicht annehmen kann. Ob ich morgen mein angestrebtes Minimaldefizit von 700 kcal / Tag schaffe, weiß ich allerdings nicht, weil in meiner WG eine fette Party geschmissen wird, auf die ich mich schon sehr freue. Und da es ne Mottoparty ist, muss ich mich heute mal um ein Kostüm kümmern 🙂

Kopfkino, oder: wie man sich selber das Herz bricht

Heute Morgen auf der Waage: 68,4 kg. Also zwei kg weniger in den letzten zwei Tagen! Mensch, wenn das so weiter geht hab ich mein Ziel ja nächste Woche schon erreicht! Nein, natürlich nicht. Ich schiebe das entweder darauf, dass ich am Montag und Dienstag noch fröhliche Wassereinlagerungen von den Festtagen mit mir herumgetragen habe oder darauf, dass gestern mein Spieleabend war, bei dem ich Alkohol was getrunken habe, weswegen ich heute Morgen etwas dehydriert war. Oder eine Kombination aus Beidem. Auf jeden Fall habe ich jetzt angefangen neben meinem Gewicht auch die Kaloriendifferenz des Tages in einer Exceltabelle festzuhalten und daraus berechnet das „tatsächliche Gewicht“, das ich haben müsste. Das hab ich mal in irgendeinem anderen Abnehmblog gesehen (erinnere mich leider nicht mehr, wo…), aber ich glaube das macht einen etwas gefeiter gegen aus Wassereinlagerungsspaß resultierendem Frust. Mein „tatsächliches Gewicht“ heute daher: 69,57 kg.

Apropos ungerechtfertigter Frust: Ich hatte glaube ich mal erwähnt, dass ich bald in eine neue Stadt ziehe. Am Wochenende habe ich mir daher eine Wohnung angeschaut – die Wohnung! Wunderschön geschnitten, hell, tolle Lage. Und seit der Besichtigung habe ich mich so sehr in die Idee reingesteigert, in diese Wohnung zu ziehen, habe jedes Zimmer im Kopf eingerichtet, die Preise für die in der Küche fehlenden Elektrogeräte nachgeschaut, mir vorgestellt, wie ich meine Freunde dort bewirte, wie ich alleine dort entspanne, … Massives Kopfkino eben. Meine Besichtigung war mit der Vormieterin und gestern war der Vermieter auch noch mit ein paar anderen Interessenten in der Wohnung und wollte sich danach entscheiden. Die Anzeige ist jetzt gelöscht und bei mir hat sich noch niemand gemeldet. Ich bin mir also 99% sicher, dass ich die Wohnung nicht kriege und naja, gestern war ich schon sehr traurig. Ich war ja mit Freunden beim Spieleabend, als ich auf einen Anruf gewartet habe und ein Kumpel und ich haben uns auch ein bisschen (im Spaß) so reingesteigert, so dass man hätte denken können, ich sei von der Liebe meines Lebens verlassen worden 😛 Ich hoffe, dass ich es schaffe bei der nächsten Wohnung nicht schon vorher so viel zu investieren…

Besser

Gestern war ich nach der Arbeit noch Bouldern und ich hab heute so einen fiesen Muskelkater wie schon lange nicht mehr 🙂 Ich mag Muskelkater 😀 Da wird man bei alltäglichen Bewegungen noch daran erinnert, dass man etwas getan hat, dass man an seine Grenzen gegangen ist. Wo gestern allerdings meine Grenzen lagen hat mir nicht so ganz gefallen – da ich zuletzt vor meiner USA-Reise Bouldern war, hab ich gestern deutlich gemerkt, dass ich abgebaut habe. Aber im Zuge meiner immernoch anhaltenden “Neues Jahr, neues Glück” Mentalität, fand ich das gar nicht so schlimm. So deutlich wie dieses Jahr habe ich das irgendwie noch nie wahrgenommen… Früher habe ich zwar auch regelmäßig im neuen Jahr mit Diäten angefangen (zumindest in meiner Teenagerzeit), aber irgendwie fehlte es da doch an… Zuversicht vielleicht? Wenn ich mir damals ausgerechnet habe “Okay, wenn du ein kg pro Woche abnimmst, dann wiegst du im Sommer nur noch … und bist voll dünn und wunderschön :P”, war da doch immer eine kleine Stimme in meinem Hinterkopf, die gesagt hat “Schaffste eh nicht”. Und wenn dann durch unausgewogene Diäten plus den ewigen Versuchungen in dem Schlaraffenland, welches mein Elternhaus darstellt in der zweiten oder dritten Woche kein kg weniger auf der Waage zu sehen war, hab ich meist alles hingeschmissen und mir frustriert noch ein paar kg draufgefuttert.

Naja, darüber wollte ich eigentlich gar nicht schreiben 😀 Aber gut, ein Outlet für all meine wirren Gedankengänge zu haben. Der Titel bezog sich nämlich eigentlich auf das Verhalten meiner Waage heute morgen: 69,4 kg.

Aufgaben

Ich hab mir jetzt neben ein paar Sportaufgaben und der Aufgabe, jeden Tag meine Lebensmittel zu notieren, auch ein 700 kcal Defizit als Tagesaufgabe in Habitica gesetzt. Gestern hat das schon mal gut geklappt, habe sogar 1000 kcal rausschlagen können. Und das, obwohl ich abends noch einen kleinen Rappel bekommen habe, und die letzte 4 Kekse und 3 Käsestangen, die sich noch in der Wohnung aufgehalten haben verputzt habe. Und einen Teelöffel Erdnussmus. Das finde ich in der Hinsicht um einiges benutzerfreundlicher als Erdnussbutter, von der ich locker 2 – 3 EL weglöffeln kann. Vom Mus verklebt der Mund erstmal so dermaßen, dass das Essen viel länger dauert und man außerdem schneller die Lust verliert. Hört sich jetzt vielleicht etwas genussfeindlich an, aber geschmacklich ist das Mus genauso gut wie die Butter.

Dafür war meine Waage heute Morgen wieder sehr nah an der Schrottpresse gebaut: 70,4 kg, also 300 g mehr als gestern. Aber gerade kratzt mich das irgendwie gar nicht so sehr, ganz anders als vor Weihnachten, was ich tatsächlich dem neu „angebrochenen“ Jahr zuschreibe. Vor Weihnachten hatte ich irgendwie das Bedürfnis, noch vor Ende des Jahres eine positive Entwicklung zu sehen, aber jetzt, wo ich wieder ein ganzes neues Jahr habe, das sich blütenweiß vor mir erstreckt? Alles easy 🙂

Frohes, Neues

70,1 kg heute morgen wieder. Die Tage seit meinem letzten Eintrag habe ich mit meinem Liebsten verbracht, ohne geregelten Tagesablauf, ohne Waage und ohne Magerquark-Proteindrink-Askese. Aber ich wiege immernoch 8 kg weniger als Anfang letzten Jahres (schätze ich, zu der Zeit hatte ich gar keine Waage, aber so viel hab ich im Sommer gewogen) und weiß, dass ich abnehmen kann. Jetzt, wo ich wieder an meinem (noch) Wohnort bin, werde ich auch wieder mindestens 2 Mal die Woche zum Bouldern gehen, also alles nicht so tragisch.

Ich hab mir auf Empfehlung von Madam Graphisme Habitica runtergeladen, eine App, die gleichzeitig Rollenspiel und To Do-Liste ist. Für jede erledigte Aufgabe bekommt man Erfahrung und Gold und bei nicht-erledigen verliert man an Gesundheit. Hat mir bisher super geholfen, wenigstens jeden Tag Kniebeugen und Liegestütze zu machen und meine Lebensmittel aufzuschreiben, was ich sonst vermutlich wieder hätte schleifen lassen.

Ich bin gespannt auf das neue Jahr  – im ersten Quartal werde ich schon mal umziehen und einen neuen Job anfangen, mein Körper wird sich weiter verändern und wer weiß, was sonst noch so passieren wird?