Überlebt!

Ich lebe noch! Unglaublich. Die Doktorarbeit ist tatsächlich fertig! Vorbei! Schluss! Aus! Ich bin zwar einen Tag später fertig geworden, als ich eigentlich wollte (an dem Tag, an dem ich meine neue Stelle begonnen habe und nicht einen Tag früher), aber das sin Kleinigkeiten, über die ich mich nicht ärgern kann. Das ganze war schon letzte Woche, genauergesagt am Mittwoch: Aufgewacht bin ich um viertel vor 4 und da ich die letzten 2 Wochen vor der Abgabe in der Uni geschlafen habe (mein WG-Zimmer war da schon leer, ob ich also in der WG auf der Schlafcouch oder in der Uni auf der Schlafcouch schlafe, war mir zu dem Zeitpunkt egal, bzw. in der Uni schlafen war sehr viel effizienter, vor allem, wenn man mitten in der Nacht aufwacht), habe ich mich dann auch gleich an den Schreibtisch gesetzt. Bis 5 konnte ich arbeiten, dann war mir vor Erschöpfung schlecht und ich hab mich noch mal ne halbe Stunde hingelget. Dann gings wieder, bzw. ich konte nicht mehr liegen bleiben und ich hab bis halb 8 weiter an der Doktorarbeit gesessen. Dann bin ich die 40 km zu meiner neuen Arbeitsstelle gefahren. Irgendwie hatte ich erwartet, dass es am ersten Tag noch nicht so wirklich viel für mich zu tun gibt, aber nichts da – ich wurde gleich für drei verschiedene Projekte eingespannt. Um 4 bin ich dan etwas früher gegangen, bzw. wieder zurück an die Uni gefahren, um meiner Dissertation den letzten Schliff zu geben (Word hat mir mit einem Formatierungsfehler am Ende noch mal fast den Rest gegeben) und sie zu drucken. Dann habe ich mich mit zwei Freunden in unserer Stammbar getroffen, habe einem der Beiden die drei ausgedruckten Kopien in die Hand gedrückt und das ganze als “Abgabe meiner Doktorarbeit” definiert, damit ich mir einen Drink genehmigen konnte (weiß nicht mehr, ob ichs hier auch erwähnt habe, aber ich hatte ca. 6 Wochen vorher beschlossen “kein Alkohol bis zur Abgabe”). So gegen 10 habe ich mich dann auf den Heimweg gemacht. Ich hatte eigentlich etwas Angst vor der Heimfahrt, dass ich total übermüet sein würde, aber ich war noch voller Adrenalin von der ganzen Doktorarbeitssache. Aber zu Hause angekommen bin ich dann nur noch ins Bett gefallen und hab zum ersten Mal seit Wochen eine Nacht durch geschlafen ❤

Das waren wirklich ein paar spannende Wochen, aber ich würde vermuten, dass sie mich mindestens 3 Jahre meines Lebens gekostet haben – heute habe ich glaube ich ein paar weiße Haare auf meinem Kopf entdeckt 😛 Ich glaube, Annesch hat es in ihrer Prokrastinationsreihe auch beschrieben – ich fand es auf der einen Seite sehr faszinierend, zu sehen, wozu ich in der Lage bin, wenn die Zeit knapp genug ist (am Ende habe ich wirklich so gut und schnell geschrieben, wie schon lange nicht mehr… Ein sprachliches Bild, was mir dazu immer einfällt, ist “Ich kotze Goldklumpen” – etwas ecklig, etwas unangenehm, aber am Ende kommt etwas unvorstellbares dabei raus, komplette Paragraphen, fix und fertig formuliert, mit passenden Zitationen….), aber es macht mich auch traurig… Wozu wäre ich in der Lage gewesen, wenn ich auch nur ein Drittel dieser Kräfte regelmäßig hätte mobilisieren können..? Naja, eine Woche später ist die Traurigkeit schon zu einer Vagen Erinnerung verblasst.

Wie es mir seit dem (sonst so) ergangen ist, schreibe ich vielleicht morgen, oder wann auch immer der nächste Eintrag kommt, sonst sprengt das etwas den Rahmen. Dann auch ein paar Sätze zum Theman Essen/Abnehmen (Spoiler: es gibt wenig zu berichten).

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