Die letzten …?

Franzis Artikel von heute Morgen hat mich zum Nachdenken gebracht und unser anschließendes Kommentargespräch noch mehr, deshalb wollte ich hier noch mal etwas ausführlicher über Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit schreiben.

Bevor ich FLÜ gelesen habe, hätte ich mich selbst als normal, fast schlank bezeichnet. Ich fand, dass ich gut aussah und überhaupt, leichtes Übergewicht ist ja sowiewo gesünder (für alle, die das Buch “Fettlogik überwinden” nicht kennen: nein, ist es nicht). Dann habe ich das Buch gelesen, meinen BMI berechnet (nachdem ich auf der neu gekauften Waage erst gesehen habe, dass ich 3 kg mehr wiege als erwartet) und festgestellt, dass ich nicht fast schlank, sondern näher an Adipositas I als am Normalgewicht war. Also habe ich beschlossen, dass ich 63 kg wiegen will (weil ich ein Zahlenfetischist bin und das genau 1/3 weniger als mein Höhstgewicht wäre). Die ersten 10 kg habe ich recht schnell abgenommen, seit November kämpfe ich mit den letzten 3-6 kg. Als ich mit der Abnahme angefangen habe, hat sich mein Selbstbild auch sehr schnell geändert, plötzlich habe ich mein Fett auch sehen können. Mittlerweile würde ich sagen, dass ich genau so aussehe, wie ich all die Jahre vorher immer dachte, auszusehen. Normal, fast schlank, kurvig. Aber auch immernoch mit einigen Fettpolstern, die in 5 kg vermutlich noch nicht verschwunden sein werden. Und wegen diesem Zwiespalt “Eigentlich sehe ich gut aus, mittlerweile bin ich wirklich normalgewichtig (oder fast, aber ich hab vom Bouldern ja auch einiges an Muskeln) da könnte ich doch eigentlich schon aufhören..?” und “63 kg wird immernoch zu viel sein, du wirst immernoch Speckpolster am Bauch und Cellulite haben”, welcher zu dem Zwiespalt “Höre auf mit der Abnahme (klappt ja auch eh nicht)” und “Setz dein Ziel tiefer an” raube ich mir glaube ich alle meine Selbstwirksamkeit, die mich am anfang so beflügelt (beFLÜgelt, haha) hat und nehme eher zu. Also, was soll ich tun – weiter wie gehabt, aufhören oder ein tieferes Ziel ansetzen? Ist es nicht albern, über ein tieferes Gewicht nachzudenken, wenn ich seit Wochen keinen Fortschritt mehr sehe? Ich denke, dass das für verschiedene Menschen in der gleichen Situation verschiedene Lösungen die richtigen wären, aber zum Glück muss ich nicht jemandem eine Strategie vorschlagen, den ich nicht kenne, sondern jemandem, den ich ganz gut kenne. Eine meiner zahlreichen Schwächen ist es, Dinge nich zu Ende bringen zu können. Daher denke ich, wenn ich mein Ziel niedriger ansetze, kann ich dem ein Stückweit entgehen. Macht das Sinn? Wenn ich mein Ziel jetzt auf 58 kg ansetze, und dann wieder kurz vor erreichen schlapp mache, dann habe ich bis dahin vielleicht wenigstens mein Zwischenziel von 63 kg erreicht und habe etwas mehr Puffer zum Übergewicht als jetzt gerade.

Also, ab heute heißt es nicht mehr “dieletzten5” sondern “die letzten10”, neues Ziel 58 kg, BMI < 21. Erreichen will ich das Gewicht bis zum 21.07.2017, da habe ich letztes Jahr meine Diät begonnen, mein angestrebtes Tagesdefizit liegt damit bei ~ 800 kcal.

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2 thoughts on “Die letzten …?

  1. Hehe…danke für’s Verlinken🙂
    Und: Du schaffst das! Solange man nicht aufgibt, wird es klappen. Letzendlich muss man sich ja “nur” zusammenreißen und ein paar Monate Disziplin zeigen!
    (…solche Worte aus meinem Mund…😅)

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