Arbeit nervt

Scheinbar bin ich mittlerweile gegen den allgemeinen Arbeitsfrust immun. Mein Chef hat mich heute wieder bei Seite genommen und mir gesagt, dass ich mich schneller arbeiten muss, wir wären schließlich nicht an der Uni. Vor 2 Wochen, als ich ich einen Termin verpasst habe (mehr oder weniger aus einem Missverständnis heraus), hatten wir so ein Gespräch auch schon mal. Ich glaube aber irgendwie, dass es ihm noch mehr als um schnelleres Arbeiten darum geht, mich auszutesten, zu sehen, wie ich mich unter Druck verhalte, ob ich mit Kritik umgehen kann, etc. Als ich ihm nämlich gesagt habe, dass ich nicht genau weiß, woran er das festmacht, da in letzter Zeit gar keine Deadlines oder Projektabschlüsse anstanden, hat er auch zugegeben, dass er sich jetzt vielleicht zu sehr darauf fokussiert, dass ich zu langsam bin. Naja. Komisches Gespräch. Aber entweder bin ich jetzt schon abgestumpft oder das Meditieren, dass ich jetzt vorm Einschlafen immer einbaue hat mich entspannter gemacht (oder vielleicht war das Gespräch auch einfach nicht so schlimm wie das erste), denn ich hatte nach dem Gespräch nicht das Gefühl, ESSEN zu müssen. Die Schokolade in der Arbeit blieb nach dem Gespräch unangetastet (vorher hatte ich mir ein Stück gegönnt) und auch hier zu Hause, zwischen Osterhasen, Käse und Schokomüsli (welches ich mir für die Kryptonit-Vorratshalter-Challenge* zugelegt habe), bleibe ich von Fressflashs verschont. Ist ein fantastisches Gefühl. Nicht nur, weil es mir so viel einfacher fallen wird, mein Defizit einzuhalten, sondern hauptsächlich, weil ich nicht noch eine Episode des Kontrollverlusts über mich ergehen lassen musste. Morgen kann ich mich das erste Mal seit Montag wieder wiegen (könnte ich jetzt natürlich auch, aber mit vollem Magen ist das natürlich kein echter Vergleich. Außerdem in ich zu faul, mich jetzt schon komplett nackig zu machen und dann wieder anzuziehen). Ich hoffe, dass man etwas von den fast 4000 kcal Defizit sieht, die ich die letzten 3 Tage gesammelt habe.

* Wer nicht im Ohne-Unsinn-Abnehmen Forum angemeldet ist: bei der Challenge geht es darum, einen normalen Umgang mit Lebensmitteln zu erlernen. Mir zum Beispiel ist es immer sehr leicht gefallen, Lebensmittel gar nicht erst zu kaufen. Aber wenn sie mal im Haus waren (oder umsonst zu haben, wie bei Foodsharing), konnte/kann ich mich oft nicht beherrschen. Daher die Vorgabe der Challenge: sein persönliches „Kryptonit“ kaufen, also Lebensmittel, bei denen man gerne mal die Beherrschung verliert und von denen nicht mehr als eine selbst gewählte Menge am Tag essen. Bei mir ist es im Moment allerdings so, dass mir die kcal für das Müsli viel zu schade sind, selbst bei einer normalen Portionsgröße. Naja, die Challenge geht ja noch fast 2 Wochen, irgendwann führt es mich schon noch in Versuchung.

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