Alles neu…

Pünktlich zu Anfang Mai (naja, eigenlich ist es schon letzte Woche passiert) bricht meine Lebensplanung komplett in sich zusammen. Letzten Mittwoch hat mein Chef mich zu sich gerufen und mir gesagt, dass ich er mich nicht weiter geschäftigen wird. Die letzten beiden Tage im April könne ich mir noch frei nehmen. Es mag komisch klingen, da ich ja auch sogar hier schon darüber geschrieben habe, dass er mir gesagt hat, dass ich seiner Meinung nach zu langsam arbeite und zu passiv bin, aber ich bin wirklich aus allen Wolken gefallen. Ich habe mich, solange ich denken kann, noch nie so gefühlt – als hätte ich gerade einen Schlag in die Magengrube bekommen, aber auch, als wäre das alles ein Traum. Es war wirklich wie ein Albtraum. Wie, wenn man als Kind träumt, das man nach Hause kommt, aber dort sind andere Menschen, die einen überhaupt nicht kennen und weder glauben sie einem, noch können sie helfen, die Eltern wieder zu finden. Es läuft einfach falsch, aber der Person gegenüber kann man nicht verständlich machen, dass es falsch läuft. Dass sie sich irrt und man selbst Recht hat. Den ganzen restlichen Tag bin ich herumgelaufen wie in Trance. Es war verwirrend, weil alles Andere normal erschien, aber ja offensichtlich gerade die Welt untergegangen war. Ich konnte auch nicht wirklich darüber reden, erstmal habe ich fast niemandem Bescheid gesagt. Meinem Freund habe ich geschrieben, aber da er noch gearbeitet hat, hat es bis zum Abend gedauert, bis wir uns gesehen haben. Alleine zu Hause habe ich es auch nicht lange ausgehalten, vor allem, da ich an nichts anderes denken konnte, als, dass ich einen neuen Job brauche. Und zu Hause, ohne Internet, wie sollte das gehen? Ich habe mich dann also mit meinem Laptop in ein Einkaufszentrum begeben und verzweifelt Stellenanzeigen gesucht, teilweise kamen mir auch immer wieder die Tränen, aber das war mir egal. Natürlich habe ich keine Jobs gefunden. Eigentlich ist das im Moment auch noch ziemlich zweitrangig, da ich ja in einer Woche meine Doktorarbeit verteidigen muss. Ich denke, dass war auch der Grund, warum ich nicht wirklich damit gerechnet habe, dass ich den Job verlieren: erstens aus reiner Herzensgüte, denn wie kann man jemandem schon vor so einer Sache einfach den Teppich unter den Füßen wegziehen? Aber vor allem, weil mein Chef doch wissen muss, dass das, was ich jetzt leiste, wenn ich 100% gebe, nicht das ist, was ich in der Lage bin zu leisten, sobald ich die verdammte Verteidigung hinter mir habe! Naja… Ich hatte viel Zeit darüber nachzudenken, habe mit verschiedenen Leute über die Sache gesprochen und vermutlich werden sich die nächsten Posts eher damit beschäftigen als mit Abnehmerei – sorry dafür, falls es nervt – aber ich denke, dass es da auch Überschneidungspunkt geben kann / wird. Ansonsten würde ich mich über tröstende Worte freuen und falls ihr jemanden kennt, der im Raum Kassel eine fast fertig promovierte Umweltnaturwissenschaftlerin einstellen könnte, sagt mir gerne Bescheid 😛

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9 thoughts on “Alles neu…

  1. Oh, das tut mir leid! Wenn ich darf, poste ich Deine Suche mit Verweis auf Deinen Blog auf Twitter und bitte um Retweet – das kann manchmal gewisse Reichweite entwickeln. Wollte aber vorher fragen, ob Dir das recht ist bzw. ob Du eventuell eine Xing-Seite hast, auf die ich den Tweet statt auf den Blog verlinken soll, oder ob Du vielleicht im Blog eine (kurze) Unterseite mit ein paar CV-Daten (Schwerpunkte, Thema Doktorarbeit) anlegen magst, oder ob Dir das zu viel (zu viel Info im Blog) ist? Ganz herzliche Grüße aus Berlin!!

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    • Hey Annesch, das wäre ja cool! Ich werd mir wohl in nächster Zeit ein Xing-Profil zulegen (also, ich habe eins, aber das ist noch leer), vermutlich aber erst in ca. einer Woche + x. Danach würde ich noch mal auf dich zurück kommen, wenn das okay ist?

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      • Sag einfach Bescheid, wenn es so weit ist, und auf welchem Weg du mir den Link zukommen lassen willst! Mir folgen da ca. 450 Leute, geographisch weit gestreut, und es lesen natürlich nie alle alles, aber ich sehe oft, dass Arbeits- & Wohnungsgesuche sehr viel retweetet werden, wahrscheinlich weil alle die Situation kennen und auch wissen, dass es oft mit Glück und der richtigen Info am richtigen Ort im richtigen Moment zu tun hat…

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    • Und über die Frage, ob es Sinn macht, jetzt im Blog mehr von “mir” zu präsentieren habe ich auch schon nachgedacht. Bisher hab ich mit dem Wissen, dass es vermutlich nicht zu mir zurück verfolgt werden kann gebloggt. Außer, jemand erkennt mich auf den schlechten Fotos.

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      • Ich kann aber auch gut verstehen, wenn Du erkennbare Infos und Blog trennen willst. Ich will eigentlich anfangen, in einer Form als mögliche Arbeitsproben zu bloggen, auf die ich auch in Bewerbungen verweisen will: gleichzeitig mag ich natürlich mögliche Arbeitgeber nicht gleich mit meinem privaten Themen volllabern… daher wird es darauf hinauslaufen, dass ich einen neutraleren Blog anfangen werde und Verweise vom privaten auf beruflichen Blog machen werde, aber nicht umgekehrt…

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