Wiedereingliederungsmaßnahme

Daran darf ich ab dem übernächsten Montag die nächsten acht Wochen teilnehmen. Genauer gesagt heißt das, dass ich vier Stunden am Tag vier Tage die Woche in einem Kulturzentrum bei der Stellensuche überwacht begleitet werde. Ich kann mir da auch Tipps über die richtige Hygiene und gesunde Ernährung holen. Weiterbildungsmaßnahmen, wie ich sie mir in Richtung Programmieren gewünscht hätte, bezahlt das Jobcenter erstmal nicht, ihre Aufgabe ich schließlich eine schnellstmögliche Weitervermittlung, und erst wenn jemand nicht vermittelbar ist, wird eine Weiterbildung in Betracht gezogen.

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3 thoughts on “Wiedereingliederungsmaßnahme

  1. 8 Wochen lang? Orrr, so eine Gängelei! Eine Beratung zum Thema Lebenslauf & Anschreiben habe ich mal mitgemacht, das war sehr interessant, weil die Beraterin mich ja nicht kannte – im Gegensatz zu meinem üblichen “Hier, kannst Du mal drüber lesen”-Lesern. Dadurch konnte sie mir viel besser Feedback geben, wie meine Unterlagen auf Fremde wirken. Aber das waren zwei Termine mit einer Woche Abstand, und die Frau war auf so eine Beratung für Frauen spezialisiert, und es war auch noch freiwillig, weil ich selbst auf die Beratungsstelle zugegangen war, froh über das Angebot. Vielleicht gibt es etwas ähnliches bei euch auch in der Gegend? https://www.kobra-berlin.de/willkommen.html Das könnte vielleicht eine angenehme Ergänzung zur Gängelei sein, falls es da mit der Beratung nicht weit her ist. Und auf Frauen spezialisierte Beratung ist geübt darin, das so weit verbreitete “Licht unter den Scheffel stellen” aufzuzeigen und Dir zu helfen, ggfs selbstbewusstere Formulierungen zu finden. Es gibt Untersuchungen, wonach Frauen sich tendenziell auf Stellen bewerben, bei denen sie sagen: Ich kann die ausgeschriebenen Ansprüche schon erfüllen, von vorneherein, während Männer sich auch auf Stellen bewerben, wo sie auf manche Teile der Ausschreibung sagen würden: kann ich noch nicht, aber kann ich lernen.

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    • Hey, jetzt komm ich endlich mal zum antworten 🙂
      Ich bin mal gespannt, wie diese Maßnahme verläuft. Ist immerhin in Kooperation mit einem Kulturzentrum, könnte also theoretisch auch gut sein. Ansonsten setze ich mich dort hin und mache, was ich sowieso tun würde: Stelleanzeigen sichten und Bewerbungen schreiben. Und ich denke auch, dass ich mich eher breiter bewerben werde, also auch auf Stellen, die ich nicht zu 100% erfülle.
      Wir werden sehen 🙂

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  2. Was ich immer mal zum Thema ehemaliger Chef sagen wollte: Ich kenne mich betriebswirtschaftlich nicht wirklich aus, aber vor ein paar Jahren nach dem Studium erzählte mir eine Freundin, Soziologin: ihr erster Chef habe ihr erklärt, dass ein “geübter” realitätsnaher Chef davon ausgeht, dass jemand neu Angestelltes im ersten halben Jahr betriebswirtschaftlich noch nicht das “erbringt”, was die “alten Hasen” leisten. Das sei einfach so, davon müsse man ausgehen. Daher hoffe ich, dass Du Dich von dem Bullsh*t, den er da verzapft hat, von wegen zu langsam und so, nicht zu sehr runterziehen lässt, eher sind seine Maßstäbe falsch. Und jemand anderes meinte zu dem Thema zu mir (er hat gezielt mehrere Male den Job gewechselt, also hat diese Anfangsphase mehrfach willentlich mitgemacht), dass man, selbst wenn man seinen Traumjob antreten würde, in der ersten Phase auf neuer Arbeit so unter Druck steht mit neuer Umgebung, Leuten, Aufgaben etc., dass man einfach nicht voll leistungsfähig ist, selbst wenn man das nicht so registriert – aber ein guter Chef weiß das und kann das einschätzen und einordnen, dass das einfach normal ist…

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