“Atmen Sie erst mal durch…”

Das war der Satz, den mein… Betreuer? Ansprechpartner? bei der Maßnahme heute am meisten zu mir gesagt hat; mindestens 3 oder 4 Mal. Jedes Mal gefolgt davon, dass ich schnaubend ausgeatmet habe. Scheinbar neige ich gerade dazu, die Luft anzuhalten. Eigentlich kann ich noch nicht so viel zu der Maßnahme sagen. Es scheint sehr entspannt zuzugehen. Ich muss von 8 bis 12 da sein, aber was ich mache, ist mir überlassen. Natürlich sollte ich dort Stellenanzeigen suchen, Bewerbungen schreiben, etc., aber ich muss auch nicht. Im Gegenteil hat mir mein Ansprechpartner erstmal davon abgeraten, gleich heute noch eine Bewerbung zu schreiben. Einerseits beruhigend, andererseits… ziemlich irritierend. Habe ich ja schon geschrieben, dass dieses in der Luft hängen mir sehr zu schaffen macht… Und irgendwie hilft es zwar schon ein bisschen, wenn mir von allen Seiten gesagt wird “Das wird schon! Das schaffst du schon! Vielleicht ist das jetzt genau das, was du brauchst”, aber tief in meinem Inneren, so tief, dass die Worte wohlmeinender Freunde, Verwandte und jetzt Jobcenterangestellter da nicht dran kommen, ist die Angst, dass es nicht klappt. Und Scham, dass es überhaupt soweit gekommen ist. Daran werde auch ich nichts von einem auf den anderen Tag ändern können. Aber mit der Zeit vielleicht schon. Mittwochs wird bei der Maßnahme eine Meditationsstunde angeboten – als ich das zuerst gehört habe, dachte ich – eine ganze Stunde gar nichts tun?! Das ist ja Irrsinn! Aber vielleicht ist das gar keine schlechte Idee, um mir selbst auf den Grund zu kommen…

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s