Kaputt!

Meine Waage ist kaputt! Zumindest ist sie heute nicht an gegangen. Könnte natürlich auch einfach bedeuten, dass die Batterie leer ist… Aber “Batterie leer!” ist irgendwie nicht so ein dramatischer Titel. Die Waage war schon immer etwas speziell: man musste sie, um sie einzuschalten sanft auf den Boden fallen lassen. Mittlerweile schaffe ich es auch, sie einzuschalten, indem ich auf die hintere Kante trete, bis sie sich vorne abhebt und sie dann aus dieser Position wieder fallen lasse. Die Vermutung, dass sie kaputt ist, kommt auch nicht aus dem Nichts. Naja, mein Freund besitzt mittlerweile auch eine Waage, vielleicht reicht es, wenn ich mich zwischendurch bei ihm wiege und nicht mehr jeden Tag. Für den Masterplan ist das auch gerade gar nicht so wichtig. Viel wichtiger: Ich bin heute schon fast 17 km Fahrrad gefahren! Aber heute gibt es schon wieder keinen Kaffee bei der Maßnahme… Um mich trotzdem nicht bei den Keksen zu vergreifen habe ich mir im Rahmen des Masterplans folgende Strategie (folgendes Mantra) überlegt: “Ich darf den Aufenthaltsraum [in dem die Kekse stehen], nicht betreten.” Dürfte leichter durchzuhalten sein, als “Ich darf keine Kekse essen.”.

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5 thoughts on “Kaputt!

  1. \o/ 17 km Fahrrad, schön!
    Mal schauen, vielleicht entwickelst Du durch diesen Plan ungeahnte (und ungeplante) Kräfte, indem die Kekse plötzlich durch die Macht der Gedanken aus dem entsprechenden Raum herausschweben…? Die Kekse erinnern mich an ein Buch aus der Bücherei (ging auch u.a. um Willenskraftentwicklung beim Abnehmen, das hier: https://www.amazon.de/Meine-besten-Hausarzttipps-oder-retten/dp/3981775309/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1496050800&sr=8-1&keywords=lekutat), und der grundlegende Tipp verfolgte den Ansatz, dass man sich gezielt Kekse hinstellen (und ihnen widerstehen) sollte…
    Ich finde deine Strategie, erst mal den Raum zu meiden, sehr gut (und bin gespannt auf weitere Details des Masterplans, ich nehme an, die 17 km Fahrradfahren gehören dazu?). Ich versuche gerade, Mahlzeiten vom Kaffee hinterher (einfach ein bisschen warten, ehe ich mittags und abends nach dem Essen einen Kaffee trinke) zu entkoppeln, um dann in einem zweiten Schritt den Kaffee (und die damit leider sehr stark verknüpfte Schokolade) immer öfter wegzulassen…

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    • Insgesamt sind es dann sogar fast 20 km Rad fahren geworden, da ich noch zur Maßnahme und zurück und zum Bouldern und zurück gefahren bin, aber in der Hitze war das (und das Bouldern) vielleicht nicht ganz optimal… Mein Kreislauf ist auf jeden Fall ganz schön zerschossen und ich musste einem Kumpel absagen, mit dem ich mich eigentlich treffen wollte. Aber mein Defizit ist dafür ein Traum 😀

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    • Den Ansatz, Kekse hinzustellen (um die Widerstandskraft zu trainieren, nehme ich an?) finde ich gefährlich 😀 Bzw. glaube ich nicht, dass das bei mir funktionieren würde. Hat es in den letzten zwei Wochen in der Maßnahme schon mal nicht so wirklich. Aber ich habe auch irgendwann von der “Ego Depletion” Theorie gelesen (https://de.wikipedia.org/wiki/Ego-Depletion), die besagt, dass Willensstärke eine endliche Ressource ist, die irgendwann verbraucht ist. Ich fand die Theorie sehr logisch und habe dann entsprechendes Verhalten bei mir beobachtet. Jetzt weiß ich wiederrum, dass die Theorie angezweifelt wird, und frage mich, ob ich mich in den entsprechenden Situationen auch so verhalten hätte, wenn ich nichts von der Theorie gewusst hätte.
      Und bei dir bringt es nichts, zu versuchen Kaffee und Schokolade zu trennen? Oder verzichtest du lieber gleich auf Beides, weil dir die Kombination so viel mehr wert ist? Ich liebe ja Kaffee sogar noch mehr als Schokolade, deshalb die Frage 😀

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      • Genau dieser Ansatz! Und wenn man erst mal die Kekse stehenlassen kann, dann steht einem auf dem Weg zur Weltherrschaft nichts mehr im Wege! 😀
        Ja, von Ego Deplation und auch der Widerlegung/Anzweiflung habe ich auch gehört. Bei diesen ganzen Versuchen, die konstruiert werden, um zu verstehen, wie das geht (“kann man sich Wörter schlechter merken, wenn man vorher an einer Matheaufgabe verzweifelt ist”) frage ich mich oft, wie sehr diese die Realität (meine eigene sehr subjektive Realität, in die noch Dutzende anderer Faktoren hineinspielen) abbilden können. Ich lese gerade ein Buch von Julius Kuhl zur Selbstmotivation (noch ziemlich am Anfang),da finde ich den Ansatz interessant, dass nicht entweder Kopf/Rationalität/bewusste Anstrengung oder Bauch/Intuition/Emotion hochgehalten wird, sondern (wie immer bei den Leuten, die sich ums Zürcher Ressourcenmodell scharen), die Interaktion von beiden Systemen betrachtet wird. Ich finde das ziemlich schlüssig. Auf die Ego deplation angewandt, könnte das z.B. heißen, sie findet statt – aber eher nur, wenn das unbewusste System nicht mit an Bord ist…

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