Wackelkandidat

Wie schon in den Kommentaren zum Post von gestern geschrieben, der Wackelquark bekommt von mir gemischte Noten. Ich mag die Konsistenz und der Geschmack hat mir auch gut gepasst. Das Volumen zu Kcal-Verhältnis ist der Hammer. Aber ich wurde nicht so richtig satt. Abends bin ich zufällig bei einem Buffet gelandet und konnte mich nicht ganz beherrschen. Hauptsächlich habe ich mir Salat und Erdbeeren aufgetan, aber es gab auch eine sagenhaft leckere Tomatensauce, deren Topf ich dann mit 2 Scheiben Brot ausgewischt habe. In Ermangelung einer Waage beim Buffet habe ich großzügig überschlagen und komme trotzdem noch auf ein Defizit von 1000 kcal. Heute ist wieder Bouldern angesagt, aber auch grillen im Anschluss, mal sehen, wie das läuft.

Quatsch mit Soße

Gestern hatte ich richtig fiesen Hunger als ich von der Maßnahme nach Hause gekommen bin. Eigentlich schon während dessen, was auch nicht so ganz verwunderlich war, da das letzte Essen 18 Stunden her war. Da der Quarkpudding noch nicht mal angesetzt war, konnte ich meinem Bedürfnis nach etwas Herzhaftem und beißbarem nachgeben und habe gekocht: Kidneybohnen und Blumenkohl in Tomatensoße. Mit Chiliflocken und experimentellem Gewürzeinsatz (ich war vor kurzem in einem türkischen Supermarkt und habe dort z.B. Bockshornkleesamen erstanden; die sind gestern im Essen gelandet). Es sah komisch aus, hat aber geschmeckt. Und bei einer Dose Kidneybohnen, 450 g Blumenkohl und 500 g passierten Tomaten, die ich mit der gleichen Menge Wasser verdünnt habe waren es nur knapp 500 kcal für eine riesige Portion (bzw. 3 mittelgroße; habe das so über ein paar Stunden verteilt gegessen). Heute gibt es wieder Quark, aber nicht als Schleimpudding sondern als Wackelquark. Wieder ein Rezept aus dem Ohne-Unsinn-Abnehmen Forum: einfach Wackelpuddingpulver mit Süßstoff statt Zucker zubereiten und nach kurzem Abkühlen mit 500 g Quark mischen. Viel Nahrung für wenig kcal und im Gegensatz zu gestern krieg ich sogar genug Eiweiß damit.

Die 6 konnte ich heute noch nicht begrüßen, aber da die Verteidigung von meinem Kumpel auf unbestimmt Zeit verschoben wurde, habe ich morgen gleich wieder die Gelegenheit (und weniger Versuchungen durch Grillen & Alkohol).

1.3 down, 0.9 to go

Auf Deutsch und verständlich: 1 kg Wasser habe ich gestern verloren und dank einer grandiosen Kombination aus Quarkschleim, Eiweißriegel, einer Stunde Radfahren und 1 3/4 h Bouldern auch über 300 g Fett! 2200 kcal Defizit, ich war so stolz! Damit trennen mich noch 900 g von meinem errechneten Gewicht und 300 g von der 6. Wie ich mich nach ihr sehne… Mal sehen, ob ich sie morgen sehe, danach bin ich nämlich bis Freitag nicht zu Hause, da mein bester Freund Donnerstag morgen seine Doktorarbeit verteidigt. Da danach gegrillt wird und mich nicht mit Quarkschleim dazu gesellen werde, werde ich, (selbst wenn ich morgen unter 70 kg wiege,) der 7 vermutlich noch nicht endgültig auf Nimmerwiedersehen sagen können. Aber das ist okay.

Und hier einige Kurzurlaubsimpressionen aus der Sächsischen Schweiz:

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Von drauß’ vom Walde komm’ ich her

Und ich muss euch sagen, es war traumhaft schön. Eigentlich wollte ich auch ein paar Bilder posten, aber ich habe leider das Kabel für mein Handy heute vergessen (werden nachgereicht). Wir waren in der sächsischen Schweiz, Beide zum ersten Mal und wir waren wirklich überwältigt. Eigentlich hatte ich uns ein paar kürzere Rundtouren rausgesucht, aber wir sind dann doch 1 1/2 Tage in eine Richtung (Bad Schandau bis zum Zeughaus) und dann auf einer anderen Route wieder zurück gewandert. Leider konnte ich ums verrecken gestern nicht rausfinden, wie lange die Strecken jeweils waren und wie viele Höhenmeter wir zurückgelegt haben… Obwohl wir wie gesagt die ganze Zeit auf zwei markierten Wegen unterwegs waren. Naja. Wir sind auf jeden Fall Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils so zwischen 5 und 6 Stunden gewandert. Samstag haben wir uns dann aber doch wieder auf den Heimweg gemacht, unter anderem weil sich ein Mückenstich an meinem rechten Knöchel ziemlich schmerzhaft entzündet hat. Dadurch, dass er genau überhalb der Stelle liegt, an der meine Wanderschuhe und -socken endeten, sich also alles an Flüssigkeit stauen konnte, hat sich dazu noch eine recht große Schwellung gebildet.

Mein Optimierungswahn hat dahingehend ganz gut funktioniert, dass uns alle Rezepte für die Mahlzeiten gut geschmeckt haben. Ich würde beim nächsten Mal gerne die Anteile der Stärkeprodukte zu gunsten von noch mehr Fett verringern, J. macht allerdings Sorgen, dass er dann trotz gleicher kcal nicht satt wird. Mal sehen. Mein Defizit war leider total unpraktikabel… Die Hälfte des Bedarfs aus Körperfett zu ziehen und dabei noch leistungsfähig zu sein klappt scheinbar nicht (Überraschung…). Ich war die meiste Zeit eher schlapp (was aber auch irgendwie cool war… Das Fleisch war zwar schwach, aber der Geist war willig und hat es irgendwie geschafft, das Fleisch die Felsen hoch zu peitschen) und an Tag 3 auch dauernd hungrig. Wenn es denn wirklich die Hälfte meines Bedarfs war, die ich zu mir genommen habe, denn sowohl beim Berechnen des Verbrauchs als auch meiner Aufnahme gibt es Unklarheiten.

Probleme bei der Berechnung des Verbrauchs:

  • Ich kann nur pauschal sagen: ca. 5/6 Stunden gewandert. Es gibt zwar hier einen Rechner, der nach Wegstrecke und -art differenziert, aber vorher wusste ich nicht, wie wir laufen werden und selbst jetzt kann ich es ja nicht richtig nachvollziehen.
  • Ich hatte bis zu 11 kg Gepäck dabei. Das verbraucht ja auch Energie, aber wie berechnet man das? Einfach den Verbrauch einer 11 kg schwereren Person annehmen? Oder trägt man Gepäck auf dem Rücken effizienter als Körperfett? Oder weniger effizient?

Probleme bei der Berechnung der Aufnahme:

  • Eigentlich nur ein Problem: die Mahlzeiten haben wir in einem großen Topf zubereitet, aus dem wir Beide gegessen haben. J. mit einem großen Esslöffel und ich mit einem Teelöffel. Laut meiner Kalkulation sollte ich bei jeder Mahlzeit die Hälfte von dem Essen, was J. isst. Am Anfang hatte ich Sorge, dass ich zu viel esse und habe darauf geachtet, immer nur einen Löffel für jeden Löffel zu nehmen, den J. genommen hat. Darauf habe ich aber auch nicht immer geachtet, es könnte zeitweise also öfter aber auch seltener gewesen sein. Außerdem hat J. den Löffel nicht immer voll gemacht. Andererseits ist der Esslöffel auch mehr als doppelt so groß wie mein Löffel. Alles in allem könnte ich also sowohl mehr, als auch viel weniger gegessen haben, als geplant.

Ein weiteres Problem: ich bin jetzt 2 kg schwerer, als ich es laut meiner Kalkulation sein sollte. Einen Teil davon kann ich sicherlich als Wasser verbuchen, fragt sich nur, wieviel. Wenn das weg ist, weiß ich vielleicht mehr darüber, wie fehlerbehaftet meine Rechnungen / Annahmen waren. Auf jeden Fall war es sehr seltsam, so viel essen zu dürfen. Und dann noch Sachen wie Knoppers, anderen Süßkram und Kohlenhydrate en masse. Obwohl ich ja berechnet habe, dass ich mit dem ganzen Essen immer noch ein stattliches Defizit fahre, hatte ich zwischendurch manchmal kurz ein schlechtes Gewissen. Hoffentlich klappt die Umstellung auf Quark mit Quark, Skyr und Flohsamenschalen reibungslos. Immerhin sind jetzt endlich meine Flavours angekommen.

Mit Sicherheit abnehmen

Ich habe jetzt ein paar Tage gewartet, um zu sehen, ob das eine nachhaltige Entwicklung ist und nicht wieder nur ein kurzzeitiger Sprung, aber ein Wunder ist geschehen! Letztens habe ich ja geschrieben, dass das Geld vom Jobcenter auf meinem Konto angekommen ist und seitdem ist es, als wäre ein Schalter in meinem Kopf umgelegt worden. Vorher ist es mir so schwer gefallen, nicht zu essen. Ständig war ich in so einer Art Trüffelschwein-Modus, immer dabei, nach Essen zu suchen oder mir zu überlegen, was ich essen könnte. Welche Vorräte habe ich noch, was kann ich daraus kochen. Bei Gelegenheiten, bei denen es Essen “umsonst” gab (Foodsharing, Grillen mit gemeinsamem Buffet) gab es so gut wie kein Halten mehr, obwohl ich wusste, dass ich mich danach blöd fühlen würde. Wenn ich es (selten) mal geschafft habe, ein Defizit zu erreichen, war es ein echter Kampf. Und jetzt? Schaffe ich es an manchen Tagen, nur den Quarkpudding zu essen und sonst nur Kaffee und Tee zu trinken. Ich habe zwar körperlichen Hunger (zum ersten Mal seit langem habe ich öfter wieder Magenknurren) aber den kann ich problemlos aushalten. Und trotzdem Sport machen. Und hungrig Sachen vom Foodsharing abholen, ohne mir etwas für mich selbst zu nehmen. Was ich am faszinierendsten finde: Mir war gar nicht bewusst, das ich angespannt (?) war. Also, dass es mich so belastet hat, nicht zu wissen, ob der Antrag durchgeht; im Prinzip habe ich nämlich, außer an dem besagten Dienstag, nie bewusst über den Antrag nachgedacht. Aber scheinbar war mein Unterbewusstsein so in Sorge, dass es auf jeden Fall sicherstellen wollte, dass ich zumindest nicht verhungere… Jetzt, da ich die Sicherheit habe, versorgt zu sein, kann ich die Abnahme auch wieder leichter angehen. Es mag irgendwie kitschig klingen, aber die Erkenntnis, dass mein Unterbewusst sich einfach Sorgen um mich gemacht hat und “mir” jetzt wieder so vertraut, dass ich “uns” (ohje…) nicht verhungern lasse, stimmt mich total versöhnlich. Ich fühle mich mit mir selbst im Reinen, was ja nach einer ungeplanten Zunahme nicht selbstverständlich ist. Oh man, mega kitschig, aber trotzdem wahr. 😀

Gaanz vorsichtig

Das alte Problem: man hat “Fettlogik überwinden” gelesen, ist quasi erleutet worden, hat selber schon etwas abegnommen. Dann schaut man sich um, unter den einem nahestehenden Menschen und stellt fest, dass da doch einige dabei sind, die ein paar oder ein paar mehr Kilo zu viel mit sich herumtragen. Aber aus eigener Erfahrung weiß man ja, wie scheiße es ist, wenn Menschen einem ungefragt Tipps zum Abnehmen geben. Es bringt ja auch einfach gar nichts, der Wille zum Abnehmen muss aus einem selbst kommen. Aber es fällt mir trotzdem schwer! Ich empfehle das Buch, wenn ich nach meiner Abnahme gefragt werde, aber wenn danach nichts weiter kommt, dann bohre ich nicht nach. Vor ein paar Wochen habe ich allerdings einen neuen “Fall”, einen Kumpel, der schätzungsweise 30 kg Übergewicht mit sich herumschleppt. Durch mich hat er Spaß am Bouldern bekommen, und irgendwann, als wir darüber geredet haben, erwähnte ich, dass Bouldern für mich auch ein Grund war, abzunehmen – ich habe einfach irgendwann kaum noch Fortschritte gesehen, während es bei meiner sehr schlanken Trainigspartnerin munter weiter ging. Darauf hin meinte er “Das [Abnehmen] müsste ich auch mal”. Und ich weiß, dass ich ihm helfen kann, aber ich weiß nicht, wie ich das am Besten anstelle. FLÜ habe ich ihm schon geliehen, ich habe ihm meine App zum Kcal-zählen empfohlen und frage manchmal vorsichtig nach. Gestern meinte er, dass das Buch in gepackt hat, aber ihm noch die Motivation fehlt. Am liebsten würde ich mich mit ihm hinsetzten, seinen Grundumsatz berechnen und mit ihm einen Ernährungsplan erstellen. Oder ihm zumindest das Forum zeigen, damit er sich selbst Rezepte/Produkttipps holen kann. Aber ich weiß nicht, ob er dann völlig entnervt ist. Schwierig…

Nennt mich Kräuterhexe

Gestern habe ich mich trotz gutem Defizit in den Tagen vorher total aufgedunsen gefühlt und ich war es auch! Mein Bauch war so “speckig”, wie ich ihn schon lange nicht mehr gesehen habe. Das komische an Wassereinlagerungen am Bauch ist ja, dass sie sich nicht “fremd” anfühlen. Wenn man aufgebläht ist, weil man extrem viel oder blähendes gegessen hat, dann merkt man finde ich, dass dieses Volumen nicht zu einem gehört.  Die Wassereinlagerungen dagegen verhalten sich genau wie Fett. Zum Glück wusste ich es besser und hab mich nicht frustrieren lassen. Statt dessen bin ich runter in den Garten gegangen, hab mir ein paar Brennesselblätter abgezupft (bis vor Kurzem wusste ich gar nicht, dass es kein Problem ist, das mit bloßen Händen zu tun – die Hornhaut an den Fingerspitzen reicht als Schutz völlig aus. Man muss nur vorsichtig sein, nicht mit dem empfindlicheren Handrücken oder dem Unterarm an die Pflanzen zu kommen) und  eine Kanne Brennesseltee gekocht. Ich musste dann gestern zwar gefühlt alle halbe Stunde und auch in der Nacht mindestens 3 mal aufs Klo, aber seinen Zweck hat der Tee erfüllt: Mein Bauch ist auf ein Normalmaß an Speckigkeit zurückgeschrumpft (ich kann meine seitlichen Bauchmuskeln wieder sehen!) und auf der Waage hatte ich 700 g weniger als gestern. Und ich finde es immer wieder cool, wenn ich etwas direkt aus der Natur verwenden kann.

Sie lebt wieder

Meine Waage hat scheinbar doch nur eine neue Batterie gebraucht und ich bin so froh, dass sie wieder da ist! Nachdem mir J.s Waage am Montag 73 entgegen geschmettert hat, waren die 71,3 kg auf meinem Schätzchen eine Wohltat (solange ich nicht darüber nachdenke, wie weit ich schon war…). Gestern lief es dank Madam Graphismes Quarkmonster auch total gut mit der kcal-Aufnahme. Beim ersten Schritt, bei dem Haferflocken mit Flohsamenschalenpulver aufgekocht werden, dachte ich zwar noch “ach du Scheiße, wie soll ich diesen Schleim denn bloß runter kriegen?” Aber gemischt mit Quark ist es echt super. Die pappige Konsistenz von Quark alleine kann ich nur in geringen Mengen ertragen; wenn was knackiges zum Beißen drin ist, ist es gut. Aber in diesem Rezept erinnert mich die Konsistenz total an Pudding und ich brauche nichts reinschnippeln sondern kann mein Gemüse gesondert snacken. Gestern hatte “Lemon Cheesecake” Whey reingemischt, heute “Tiramisu”. Mal sehen, ob das genau so gut schmeckt wie die fruchtige Variante. Und ich überlege stark, vielleicht doch mal Flavdrops auszuprobieren; das Whey wird schon sehr stark verdünnt…

Masterplan revealed/unraveled

Ich hatte da ja mal einen Masterplan erwähnt, den ich seit letztem Montag durchziehen wollte. Mein Fazit: könnte klappen, wenn ich irgendwann wieder einen geregelten Tagesablauf ohne größere Überraschungen / spontane Kurztrips / spontane Partys / schlecht versorgte Umzüge / etc. habe. Der “Plan” war einfach nur das, was ich am Anfang der Abnahme gemacht habe: drei Mahlzeiten (morgens Proteinshake, Mittags Quarkauflauf, Abend Quark/Skyr mit Gemüse). In letzter Zeit bin ich nämlich ganz schön dem “Grasen” verfallen, denn “ich kann das ja noch ausgleichen / das ist in meinen kcal noch drin”. Bis es dann nicht mehr drin ist… Mit den drei festen Mahlzeiten erpare ich mir zumindest, das darüber nachdenken, ob ich dieses oder jenes noch essen kann. Denn: “Ist es eine der drei Mahlzeiten? Nein? Dann kannst du es nicht essen.” Ist viel weniger aufreibend als “Ist es noch in deinem Budget? Was, wenn du nachher noch 30 min SPort machst? Oder eine Stunde putzt? Oder Spazieren gehst? Oder morgen… Oh, schon aufgegessen..?” Das hab ich letzten Montag ziemlich gut durchgehalten, da hatte ich den ganzen Tag für mich. Auch wenn es super heiß war und ich beim Bouldern fast gestorben wäre, hatte ich kein Problem, mein Ding durchzuziehen. Schon am Dienstag hat J. mich mit in eine Siebdruckwerkstatt genommen, wo wir bis Abends Plakate gedruckt haben. Was dazu geführt hat, das ich nicht zu meiner festen Zeit essen konnte, was dazu geführt hat, dass ich Abends nicht nur Gemüsequark gegessen habe, sondern irgendwas anderes. Und so zieht es sich durch. Ich starte mit EINEM PLAN in den Tag, dann passiert etwas unvorhergesehenes, und ich werfe den Plan über Bord. Ich habe quasi keine Willenskraft, aber wenn ich Regeln befolgen kann, wie mit den Keksen, dann komme ich klar. Ich weiß nicht, ob es eine andere Lösung gibt, als an den Tagen, die ich kontrollieren kann (wie heute, vielleicht?!) ein möglichst hohes Defizit zu schaffen und an Tagen, die ich nicht kontrollieren kann..? Vielleicht schaffe ich es (bzw. vielleicht bringt es etwas), wenn ich, konfrontiert mit einer neuen Situation erst mal x min bewusst Abstand suche und mir eine Regel ausdenke, die zumindest Schadensbegrenzung bewirken kann.

Oh man , ich wünsch mir so, hier endlich mal wieder etwas positives schreiben zu können und nicht immer nur so ein Gejammer. Irgendwann, irgendwann…

Laaaaaanges Wochenende

Am Donnerstag wurde mir berichtet, dass gestern ein Feiertag ist (sein würde?)! Da ich in der nächsten Zeit wohl nicht in den Genuss eines echten Urlaubs kommen werden (Zitat meiner Jobcenter-Sachbearbeiterin: “In den ersten 3 Monaten genehmigen wir grundsätzlich keinen Urlaub”) dachte ich gleich, dass J. und ich die 4 1/2 Tage für einen  spontanen Kurzurlaub nutzen könnte. 4 Tage wandern (Urlaub mit J. = Wandern oder Festival, in Ermangelung von Geld also gerade eher Wandern) – Wie großartig das auch für meine Kcal-Bilanz gewesen wäre! Leider hatten wir Beide zugesagt, am Samstag einem Freund beim Umzug zu helfen… Aber immerhin haben wir es geschafft als am Donnerstag meine Maßnahme vorbei war unsere Sachen zu packen, ein paar Vorräte einzukaufen, ein Gebiet in der Nähe rauszusuchen und gegen 5 auch dort aufzuschlagen. Das Gebiet war total schön, und da es ja Donnerstag war und die rechtschaffenen Bürger arbeiten mussten, haben wir auch kaum einen Menschen zu sehen bekommen und konnten unser Lager in einer alten Burgruine aufschlagen. Der Plan war eigentlich erst, bis Samstag früh durch die Gegend zu ziehen und dann gleich vom Wald zum Umzug zu fahren, aber das haben wir dann doch verworfen, als es Freitags immer heißer wurde und der Wanderweg, auf dem wir unterwegs waren so schlecht markiert, dass wir uns mehrmals verlaufen haben. Vielleicht auch besser für die anderen Umzugshelfer, dass wir nicht gleich vom Wald zum helfen kamen. Der Umzug an sich war nicht cool, aber ich glaube, darauf möchte ich nicht so ins Detail eingehen… Um eine Idee zu bekommen: es gab bei 7 h Umzug für jeden 2 Brötchen zu essen. Da ich zu ausgeprägter Hangry-ness neige, könnte ihr euch mich am Ende des Tages so vorstellen. Die Anderen fanden es zwar auch unmöglich, konnten das aber scheinbar besser verbergen. Zum Ausgleich bin ich dann mit J. Pizza essen gegangen (schade, dass es keine Magerquark to go Optionen gibt…) und haben dann die Einladung für ein Sommerfest bekommen, auf der es “leider” noch mehr leckeres Essen und leckeren Alkohol gab. Sonntag Mittag und eigentlich den ganzen Montag (nein, den ganzen Montag, ohne eigentlich) haben J. und ich dann bei ihm Fallout gespielt.

Das Verlauf des Wochenendes war also: Erst schön und sportlich, dann dramatisch, dann schön und kcal-reich, dann so faul wie es nur geht. Und jetzt wieder in der Realität ankommen.