Juni

Oh man, es ist echt schon Juni… Dieses Jahr ist war so verrückt bisher – 2 Monate mega Stress, um die Dissertation rechtzeitig fertig zu schreiben; dabei noch in eine neue Wohnung ziehen. Dann zwei Monate einen Job haben, der mich zwar auch gestresst hat, den ich aber auch gerne gemacht habe. Die Kündigung, die mich vollkommen raus gehauen hat. Dann die Verteidigung meiner Doktorarbeit, die besser nicht hätte laufen können (naja, besser geht immer, aber immerhin habe ich die Bestnote bekommen). Jetzt bin ich schon seit über einem Monat arbeitslos und finde mich so langsam in dieser neuen Situation zurecht. Am Anfang war das Gefühl der Wertlosigkeit schon massiv erdrückend. Mittlerweile nimmt die Neugier, wohin es mich als nächstes verschlägt immer mehr zu. Die freie Zeit finde ich auch vermehrt angenehm, auch wenn ich sie nicht zu 100% sinnvoll nutzen kann. Auch mal nichts zu tun beschehrt mir nicht gleich ein kollosal schlechtes Gewissen Und kaum, dass es mir wieder besser geht, läuft das Abnehmen auch wieder besser: Über 4000 kcal Defizit in den letzten 3 Tagen. Ich habe meinen Schrittzähler wieder gefunden und benutze ihn fleißig, ich nutze einiges von der vielen freien Zeit für Sport und das Bedürfnis, mich vollzustopfen, ist nicht mehr da. Sagen wir mal, ich bin vorsichtig optimistisch, was die Zukunft betrifft.

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Nach der Party… Keine Ausreden mehr

Oder fast keine. Aber von vorne. Gestern haben mein Liebster und ich ab 10 angefangen, alles für die Party vorzubereiten. Ich habe die Wohnung auf Vordermann gebracht und meine letzten Buffetbeiträge zubereitet, er hat im Garten Bierzeltgarnituren, einen Pavillon und die Grills aufgebaut. Ab 3 kamen die ersten Gäste und bis 1 haben wir zusammen gesessen, gegessen und getrunken. Schön wars 😊

Aber jetzt! Jetzt habe ich eigentlich keine Ausreden/keinen Grund mehr, a) meine Diät auszusetzen und b) die Jobsuche nicht endlich ernsthaft anzugehen. Naja, keinen Grund, außer die Nachwehen vom Grillen: ein leichter Kater und eine verwüstete Küche, die aufgeräumt werden muss und die ganzen Reste vom Grillen, die irgendwie verwertet werden wollen. Vielleicht schaffe ich es, mich eher an das selbstgemachte Zaziki zu halten (aus Skyr und Salatgurke) und meinem Freund die Reste der diversen Kräuterbuttern und Käsecremes unterzujubeln… Morgen geht es dann zum ersten Mal zur Maßnahme…

*Trommelwirbel*

Ich habe leider meinen Laptop bei meinem Freund gelassen, deswegen wird das hier nur ein kleiner Handy-Beitrag (wenn er denn überhaupt zu Stande kommt, mein Handy hängt sich bei WordPress immer gerne auf): meine Verteidigung ist sehr gut gelaufen 😊 Ich war zwar etwas zu schnell und habe scheinbar meine Prüfer beim Fragenstellen unterbrochen, aber es hat wohl trotzdem für ein Summa gereicht 😄 Fehlt noch die Note vom Drittgutachten, erst wenn die auch eine Null ist, dann habe ich auch auf die gesamte Promotion Summa cum laude, sonst automatisch Magna cum laude. Was für mich auch vollkommen okay wäre. Die Note einer Promotion ist glaube ich nur relevant, wenn man weiter in der Wissenschaft bzw. vielleicht auch nur an der Uni bleiben will, und an der Uni zu bleiben könnte ich mir nicht vorstellen. Schreib ich demnächst viellicht noch mal einen extra Post drüber.

Jetzt bin ich das erste Mal seit Samstag wieder zu Hause und habe das erste Mal seit ser Kündigung wieder Zeit und die mentale Kapazität, mich zu kümmern. Um meine Wohnung und um mich, bzw. meine Ernährung. Sport hab ich seit der Kündigung glaube ich gar keinen mehr gemacht und es fiel mir auch unendlich schwer, zu beschränken, was ich esse. Oder, es auch nur zu dokumentieren. Daher weiß ich nicht, wie viel von den 3,2 kg, die ich heute mehr wiege tatsächlich Fett sein können, wie viel Wasser. Daher dachte ich, ich versuche heute mal einen Fastentag einzulegen, viel grünen Tee zu trinken und aber morgen dann wieder auf 800-1000 kcal Defizit am Tag zu kommen. Außer vielleicht am Samstag, da steht noch mal eine große Feierzu Abschluss meiner Promotion an.

Final.pptx

Ich glaube, ich war noch nie so früh vor einem Vortrag mit einem Vortrag fertig. Mehr als fertig, alle Animationen sind ausgefeilt (zur Veranschaulichung eines Experiments habe ich eine Folie mit über 60 Animationen. Über 60!), alle Textfelder und Abbildungen sind aneinander ausgerichtet und alle Daten, die ich nicht im Vortrag zeigen konnte sind im Anhang, damit ich sie bei Bedarf in der Diskussion zeigen kann. Aber wenn nicht dieses Mal, wann dann? Außerdem habe ich ja Zeit. In einer letzten Albernheit des Schicksals ist meine Verteidigung jetzt anderhalb Stunden nach hinten vorschoben, denn: mein Zweitgutachter hatte einen Bandscheibenvorfall und hat mir heute Mittag mitgeteilt, dass er sich nicht bewegen kann. Ersatzprüfer A hatte zeitgleich eine andere Verteidigung, Ersatzprüfer B ist morgen eigentlich auf einer Probennahmekampagne. Damit B zumindest einen Teil der Probennahme mitmachen kann, ist die Verteidigung jetzt also um halb 4. Ich habe das starke Bedürfnis, mich beim Zweitgutachter zu entschuldigen, den es liegt vermutlich an meiner aktuellen Funktion als Chaosmagnet, dass er jetzt flach liegt.

Kleines Update

Nur, damit sich niemand unnötig Sorgen macht. Ich lebe noch, ich werde aber vermutlich erst nach meiner Verteidigung und dem sich anschließenden Gelage dazu kommen, wieder länger zu schreiben und Kommentare zu beantworten (also Dienstag, falls ich Montag nicht das dringende Bedürfnis verspüre, meine (vorläufige) Note in die Welt/den Blog hinaus zu posaunen). Es gab hier zwar immer wieder Phasen, in denen ich nicht jeden Tag geschrieben habe, aber nach dem, was bei mir in letzter Zeit so los ist, hatte ich das Bedürfnis zumindest mal Hallo zu sagen. Hallo!

On the other hand

Alles war heute auch nicht schlecht, ich bin gerade an der Uni und habe a) meinen Vortrag für die Verteidigung probengehalten (und dafür, das ich 2 min vorher erst fertig geworden bin, wars okay), b) mein letztes Paper ist heute mit einem “Major Revision”* und einem “Minor Revision”** zurück gekommen und c)… habe ich scheinbar die Chance auf Summa Cum Laude, eine 0, also die Bestnote für meine Doktorarbeit… Beide Gutachten bisher sind eine 0, jetzt wird noch ein Drittgutachter bestellt, der muss der 0 zustimmen und dann muss meine Verteidigung (bei der jetzt eine statt einer haben Stunde lang Fragen gestellt werden dürfen) auch noch Summa kriegen. Aber… und ich sage das jetzt nicht in der gleichen Mentalität wie die Klassenbesten jedes Mal nach einer Klassenarbeit geheult haben “Oh Gott, ich hab bestimmt eine 6!!”… damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Nicht nur, weil ich gefühlt den Großteil der Doktorarbeit in zwei Wochen geschrieben habe, sondern weil ich auch vom Rest meiner Leistungen relativ unimpressed bin. Aber es fühlt sich trotzdem gut an – sogar mein Imposter Syndrom ist entweder zu beeindruckt, um das Maul aufzureißen, oder es ist besänftigt, weil gerade schon genug andere Sachen schief gelaufen sind 😀 Ein Wechselbad der Gefühle ist das gerade bei mir…

*Major Revision: es muss schon noch was inhaltliches gemacht werden, bevor es veröffentlicht werden kann. Ist eigentlich der Normalfall, wenn Paper nicht abgelehnt werden

**Minor Revision: gar nicht mehr so viel zu tun, hauptsächlich sprachliche Verbesserungen. Das habe ich noch nie als erstes Urteil bekommen

Montags-Blues

Neben meiner Exkursion in die Welt der DIY-Blogger, hier noch ein kürzerer und allgemeinerer Text. Irgendwie ist es heute sehr komisch. Ich bin traurig und hab keine Ahnung, wieso. Eigentlich hab ich keinen Grund, mich schlecht zu fühlen: Ich war am Wochenende produktiv (wenn ich auch nicht an der Präsentation für die Verteidiung gearbeitet habe, aber bis dahin hab ich noch so viel Zeit) und habe seit letzter Woche konstant gute Defizite (im Durchschnitt über 1200 kcal am Tag!). Meine Wohnung wird immer mehr so, wie ich es mir vorstelle. Gestern hatte ich einen schönen Abend mit meinem Freund und einem kleinen Stück eines sagenhaft leckeren Kartoffelauflaufs. Nächstes Wochenende verbringe ich mit drei Freundinnen aus dem Studium in der Rhön, dafür ist das Wochenende um den ersten Mai seit  Ende des Studiums reserviert. Und eine von den Freundinnen hat mich seit meiner Abnahme noch gar nicht gesehen, bin gespannt, wie sie reagiert. Außerdem scheint die Sonne… Also warum hab ich so schlechte Laune?! Montage gehören abgeschafft…

Überlebt!

Ich lebe noch! Unglaublich. Die Doktorarbeit ist tatsächlich fertig! Vorbei! Schluss! Aus! Ich bin zwar einen Tag später fertig geworden, als ich eigentlich wollte (an dem Tag, an dem ich meine neue Stelle begonnen habe und nicht einen Tag früher), aber das sin Kleinigkeiten, über die ich mich nicht ärgern kann. Das ganze war schon letzte Woche, genauergesagt am Mittwoch: Aufgewacht bin ich um viertel vor 4 und da ich die letzten 2 Wochen vor der Abgabe in der Uni geschlafen habe (mein WG-Zimmer war da schon leer, ob ich also in der WG auf der Schlafcouch oder in der Uni auf der Schlafcouch schlafe, war mir zu dem Zeitpunkt egal, bzw. in der Uni schlafen war sehr viel effizienter, vor allem, wenn man mitten in der Nacht aufwacht), habe ich mich dann auch gleich an den Schreibtisch gesetzt. Bis 5 konnte ich arbeiten, dann war mir vor Erschöpfung schlecht und ich hab mich noch mal ne halbe Stunde hingelget. Dann gings wieder, bzw. ich konte nicht mehr liegen bleiben und ich hab bis halb 8 weiter an der Doktorarbeit gesessen. Dann bin ich die 40 km zu meiner neuen Arbeitsstelle gefahren. Irgendwie hatte ich erwartet, dass es am ersten Tag noch nicht so wirklich viel für mich zu tun gibt, aber nichts da – ich wurde gleich für drei verschiedene Projekte eingespannt. Um 4 bin ich dan etwas früher gegangen, bzw. wieder zurück an die Uni gefahren, um meiner Dissertation den letzten Schliff zu geben (Word hat mir mit einem Formatierungsfehler am Ende noch mal fast den Rest gegeben) und sie zu drucken. Dann habe ich mich mit zwei Freunden in unserer Stammbar getroffen, habe einem der Beiden die drei ausgedruckten Kopien in die Hand gedrückt und das ganze als “Abgabe meiner Doktorarbeit” definiert, damit ich mir einen Drink genehmigen konnte (weiß nicht mehr, ob ichs hier auch erwähnt habe, aber ich hatte ca. 6 Wochen vorher beschlossen “kein Alkohol bis zur Abgabe”). So gegen 10 habe ich mich dann auf den Heimweg gemacht. Ich hatte eigentlich etwas Angst vor der Heimfahrt, dass ich total übermüet sein würde, aber ich war noch voller Adrenalin von der ganzen Doktorarbeitssache. Aber zu Hause angekommen bin ich dann nur noch ins Bett gefallen und hab zum ersten Mal seit Wochen eine Nacht durch geschlafen ❤

Das waren wirklich ein paar spannende Wochen, aber ich würde vermuten, dass sie mich mindestens 3 Jahre meines Lebens gekostet haben – heute habe ich glaube ich ein paar weiße Haare auf meinem Kopf entdeckt 😛 Ich glaube, Annesch hat es in ihrer Prokrastinationsreihe auch beschrieben – ich fand es auf der einen Seite sehr faszinierend, zu sehen, wozu ich in der Lage bin, wenn die Zeit knapp genug ist (am Ende habe ich wirklich so gut und schnell geschrieben, wie schon lange nicht mehr… Ein sprachliches Bild, was mir dazu immer einfällt, ist “Ich kotze Goldklumpen” – etwas ecklig, etwas unangenehm, aber am Ende kommt etwas unvorstellbares dabei raus, komplette Paragraphen, fix und fertig formuliert, mit passenden Zitationen….), aber es macht mich auch traurig… Wozu wäre ich in der Lage gewesen, wenn ich auch nur ein Drittel dieser Kräfte regelmäßig hätte mobilisieren können..? Naja, eine Woche später ist die Traurigkeit schon zu einer Vagen Erinnerung verblasst.

Wie es mir seit dem (sonst so) ergangen ist, schreibe ich vielleicht morgen, oder wann auch immer der nächste Eintrag kommt, sonst sprengt das etwas den Rahmen. Dann auch ein paar Sätze zum Theman Essen/Abnehmen (Spoiler: es gibt wenig zu berichten).