Juni

Oh man, es ist echt schon Juni… Dieses Jahr ist war so verrückt bisher – 2 Monate mega Stress, um die Dissertation rechtzeitig fertig zu schreiben; dabei noch in eine neue Wohnung ziehen. Dann zwei Monate einen Job haben, der mich zwar auch gestresst hat, den ich aber auch gerne gemacht habe. Die Kündigung, die mich vollkommen raus gehauen hat. Dann die Verteidigung meiner Doktorarbeit, die besser nicht hätte laufen können (naja, besser geht immer, aber immerhin habe ich die Bestnote bekommen). Jetzt bin ich schon seit über einem Monat arbeitslos und finde mich so langsam in dieser neuen Situation zurecht. Am Anfang war das Gefühl der Wertlosigkeit schon massiv erdrückend. Mittlerweile nimmt die Neugier, wohin es mich als nächstes verschlägt immer mehr zu. Die freie Zeit finde ich auch vermehrt angenehm, auch wenn ich sie nicht zu 100% sinnvoll nutzen kann. Auch mal nichts zu tun beschehrt mir nicht gleich ein kollosal schlechtes Gewissen Und kaum, dass es mir wieder besser geht, läuft das Abnehmen auch wieder besser: Über 4000 kcal Defizit in den letzten 3 Tagen. Ich habe meinen Schrittzähler wieder gefunden und benutze ihn fleißig, ich nutze einiges von der vielen freien Zeit für Sport und das Bedürfnis, mich vollzustopfen, ist nicht mehr da. Sagen wir mal, ich bin vorsichtig optimistisch, was die Zukunft betrifft.

Ein paar Tage Ruhe

Zumindest hier auf dem Blog. Im “Real Life” war ich ziemlich beschäftigt, aber das hat mir sehr gut getan. Donnerstag habe ich ein Bewerbungsfoto machen lassen (grauselig…) und bin danach erst eine Stunde mit dem Rad in Richtung meines Freundes gefahren. Als ich gerade Pause machte, rief er mich an, warum ich so lange brauche – ich hatte vergessen, dass wir noch zu seiner Mutter fahren wollten, also holte er mich auf der Strecke ab. Freitags habe ich keine Maßnahme, daher haben wir bei der Mutter meines Freundes (ab jetzt J.) übernachtet. Der restliche Freitag sah so aus: Wieder zurück nach Hause fahren, einen Freund treffen, mit ihm Kletterschuhe kaufen, ohne den Freund bouldern. Dann sind wir völlig ausgehungert zu J. gefahren, haben vegetarische Spaghetti Bolognese gekocht und uns mit den Spaghetti und zwei Flaschen Sekt (ein Teil dessen, was von meiner Party letzte Woche noch übrig ist) einen schönen Abend gemacht. Samstags hatte ich um 12 eine Abholung von Foodsharing, danach habe ich aus dem Teil der 2,5 kg Erdbeeren, die ich mitgenommen und nicht sofort gegessen habe, Erdbeerlimes (nach diesem Rezept) gemacht und bin gleich mit einer Flasche davon zum Geburtstagsgrillen einer Freundin gefahren. Die Party war sehr nett und sehr lang… Vor allem, weil der Kumpel, bei dem ich übernachtet habe, darauf bestanden hat, dass wir (um halb 5) noch ein Bier in ner Bar trinken und bei ihm noch ein paar Whiskey. Um 6 lag ich endlich auf der Couch, konnte aber nicht so richtig lange schlafen, also habe um halb 11 spontan eine Freundin zum frühstücken getroffen und danach habe ich es irgendwie noch geschafft bouldern zu gehen. Mein Schlafmangel hat sich zum Glück erst am späteren Nachmittag so richtig bemerkbar gemacht, als ich wieder zu Hause war.

Ich mag solche Wochenenden.