Frust

Ich hab gerade mal wieder auf der Fettlogik Seite herumgelungert. Manchmal, wenn es keine neuen Artikel gibt, lese ich mir die neuesten Kommentare durch. Aktuell gab es wieder einen zu dem Gastartikel über die Frage, ob die letzten Kilo die schwierigsten sind, was mich dazu gebracht hat, den Artikel noch mal zu lesen… Da hab ich mich natürlich wiedererkannt (kein Wunder, bei dem Blogtitel) und irgendwie… Ach, ich weiß nicht. Ich wünschte, ich hätte den Blog früher angefangen, als ich wirklich Abnahmen vorzuweisen hatte. Seit Beginn des Blogs dümpel ich zwischen 66 & 68 kg herum (mit Ausnahme von der Zeit nach den USA und Weihnachten), als hätte das Beginnen des Blogs mich zum Scheitern (oder zumindest zur Stagnation) verurteilt 😛 Ja, ich bin sicher, dass es am Blog liegt…

Im Moment bin ich hin- und hergerisse zwischen “Hey, stress dich nicht wegen der ausbleibenden Erfolge, du hattest so viel um die Ohren in den letzten Monaten. Halt einfach die Ohren steif!” und “Oh mein Gott! Hör auf, ständig nach Ausreden zu suchen! Reiß dich zusammen, sonst wird das nie was!” Und beide Seiten haben gutes und schlechtes an sich, wenn eine von beiden dauerhaft dominant wäre, wäre das auch glaube ich kein Problem und ich würde entweder schnell oder langsam abnehmen. Aber im Moment bringt die “weiche” Seite mich dazu, meine Diät nicht durchzuziehen, weil Stress oder sonst was wären die “harte” Seite mich dafür verurteilt und mir die letzte Motivation raubt. Oder rede ich mir das nur ein..? Wenn ich noch Motivation zu rauben hätte, würde ich dann meinen Gelüsten nachgeben..? Wenn das stimmt, dann muss ich die weiche Seite irgendwie unter Kontrolle kriegen. Ein strikter Essensplan würde da sicher helfen, aber sogar zum wiegen fehlt mir gerade die Motivation. *grrrrrr* Ein Teufelskreis…

Neuer Masterplan:

Schritt 1: Motivation

Schritt 2: ???

Schritt 3: Profit

Neuer Masterplan:

1: Lebensmittel aufschreiben.

2: Alle.

3: Lebensmittel wiegen. Waage gar nicht erst wegräumen.

4: Wenn sich Abnahmen einstellt, kommt die Motivation hoffentlich von selbst zurück.

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Einschub

Wir unterbrechen die geplante Erzählung der Lebensgeschichte unserer Protagonistin (die sich noch ein pfiffiges Pseudonym zulegen sollte) für einen kleinen Ausraster: Wieso denken manche Leute, dass sie absolut zu jeden Thema alles besser wissen? Ein Kollege von mir ist da ein Paradebeispiel. Gestern waren wir nach dem Sport noch zusammen einkaufen und er hat mich auf meine Ernährung angesprochen (über die ich hier noch gar nicht geschrieben habe … scheiß auf Konsistenz), speziell auf Proteinshakes, die er scheiße findet.

Ich: Naja, ich bin halt faul, und wenn ich morgens einen Shake trinke bin ich bis Mittags satt und hab schon die Hälfte des Eiweißes, dass ich essen soll.

Er: Die funktionieren doch eh nicht.

Ich: Was?! Was heißt denn funktionieren? Wie definierst du die Funktion eines Proteinshakes, dass du sagen kannst, dass sie nicht funktionieren?

Er: Naja, du isst doch eh viel zu viel Eiweiß.

Ich: Du weißt doch gar nicht, was ich den ganzen Tag sonst so esse! [Wir essen in der Arbeit zusammen zu Mittag und kaufen nach der Arbeit öfter zusammen ein, aber das wars] Und überhaupt, weißt du denn, was die Vorgaben sind, wieviel Eiweiß man am Tag essen sollte?

Er: Nö…

Also, fassen wir zusammen: Jemand, der sich mit Ernährung so wenig auseinandergesetzt hat, dass er nicht mal die Empfehlungsrichtlinien kennt, glaubt, dass er es trotzdem besser weiß, als jemand, der sich sehr viel mit dem Thema Ernährung beschäftigt und erfolgreich abnimmt…… Gnarf…