1.3 down, 0.9 to go

Auf Deutsch und verständlich: 1 kg Wasser habe ich gestern verloren und dank einer grandiosen Kombination aus Quarkschleim, Eiweißriegel, einer Stunde Radfahren und 1 3/4 h Bouldern auch über 300 g Fett! 2200 kcal Defizit, ich war so stolz! Damit trennen mich noch 900 g von meinem errechneten Gewicht und 300 g von der 6. Wie ich mich nach ihr sehne… Mal sehen, ob ich sie morgen sehe, danach bin ich nämlich bis Freitag nicht zu Hause, da mein bester Freund Donnerstag morgen seine Doktorarbeit verteidigt. Da danach gegrillt wird und mich nicht mit Quarkschleim dazu gesellen werde, werde ich, (selbst wenn ich morgen unter 70 kg wiege,) der 7 vermutlich noch nicht endgültig auf Nimmerwiedersehen sagen können. Aber das ist okay.

Und hier einige Kurzurlaubsimpressionen aus der Sächsischen Schweiz:

IMG_2753[1]IMG_2756[1]IMG_2758[1]IMG_2772[1]

Von drauß’ vom Walde komm’ ich her

Und ich muss euch sagen, es war traumhaft schön. Eigentlich wollte ich auch ein paar Bilder posten, aber ich habe leider das Kabel für mein Handy heute vergessen (werden nachgereicht). Wir waren in der sächsischen Schweiz, Beide zum ersten Mal und wir waren wirklich überwältigt. Eigentlich hatte ich uns ein paar kürzere Rundtouren rausgesucht, aber wir sind dann doch 1 1/2 Tage in eine Richtung (Bad Schandau bis zum Zeughaus) und dann auf einer anderen Route wieder zurück gewandert. Leider konnte ich ums verrecken gestern nicht rausfinden, wie lange die Strecken jeweils waren und wie viele Höhenmeter wir zurückgelegt haben… Obwohl wir wie gesagt die ganze Zeit auf zwei markierten Wegen unterwegs waren. Naja. Wir sind auf jeden Fall Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils so zwischen 5 und 6 Stunden gewandert. Samstag haben wir uns dann aber doch wieder auf den Heimweg gemacht, unter anderem weil sich ein Mückenstich an meinem rechten Knöchel ziemlich schmerzhaft entzündet hat. Dadurch, dass er genau überhalb der Stelle liegt, an der meine Wanderschuhe und -socken endeten, sich also alles an Flüssigkeit stauen konnte, hat sich dazu noch eine recht große Schwellung gebildet.

Mein Optimierungswahn hat dahingehend ganz gut funktioniert, dass uns alle Rezepte für die Mahlzeiten gut geschmeckt haben. Ich würde beim nächsten Mal gerne die Anteile der Stärkeprodukte zu gunsten von noch mehr Fett verringern, J. macht allerdings Sorgen, dass er dann trotz gleicher kcal nicht satt wird. Mal sehen. Mein Defizit war leider total unpraktikabel… Die Hälfte des Bedarfs aus Körperfett zu ziehen und dabei noch leistungsfähig zu sein klappt scheinbar nicht (Überraschung…). Ich war die meiste Zeit eher schlapp (was aber auch irgendwie cool war… Das Fleisch war zwar schwach, aber der Geist war willig und hat es irgendwie geschafft, das Fleisch die Felsen hoch zu peitschen) und an Tag 3 auch dauernd hungrig. Wenn es denn wirklich die Hälfte meines Bedarfs war, die ich zu mir genommen habe, denn sowohl beim Berechnen des Verbrauchs als auch meiner Aufnahme gibt es Unklarheiten.

Probleme bei der Berechnung des Verbrauchs:

  • Ich kann nur pauschal sagen: ca. 5/6 Stunden gewandert. Es gibt zwar hier einen Rechner, der nach Wegstrecke und -art differenziert, aber vorher wusste ich nicht, wie wir laufen werden und selbst jetzt kann ich es ja nicht richtig nachvollziehen.
  • Ich hatte bis zu 11 kg Gepäck dabei. Das verbraucht ja auch Energie, aber wie berechnet man das? Einfach den Verbrauch einer 11 kg schwereren Person annehmen? Oder trägt man Gepäck auf dem Rücken effizienter als Körperfett? Oder weniger effizient?

Probleme bei der Berechnung der Aufnahme:

  • Eigentlich nur ein Problem: die Mahlzeiten haben wir in einem großen Topf zubereitet, aus dem wir Beide gegessen haben. J. mit einem großen Esslöffel und ich mit einem Teelöffel. Laut meiner Kalkulation sollte ich bei jeder Mahlzeit die Hälfte von dem Essen, was J. isst. Am Anfang hatte ich Sorge, dass ich zu viel esse und habe darauf geachtet, immer nur einen Löffel für jeden Löffel zu nehmen, den J. genommen hat. Darauf habe ich aber auch nicht immer geachtet, es könnte zeitweise also öfter aber auch seltener gewesen sein. Außerdem hat J. den Löffel nicht immer voll gemacht. Andererseits ist der Esslöffel auch mehr als doppelt so groß wie mein Löffel. Alles in allem könnte ich also sowohl mehr, als auch viel weniger gegessen haben, als geplant.

Ein weiteres Problem: ich bin jetzt 2 kg schwerer, als ich es laut meiner Kalkulation sein sollte. Einen Teil davon kann ich sicherlich als Wasser verbuchen, fragt sich nur, wieviel. Wenn das weg ist, weiß ich vielleicht mehr darüber, wie fehlerbehaftet meine Rechnungen / Annahmen waren. Auf jeden Fall war es sehr seltsam, so viel essen zu dürfen. Und dann noch Sachen wie Knoppers, anderen Süßkram und Kohlenhydrate en masse. Obwohl ich ja berechnet habe, dass ich mit dem ganzen Essen immer noch ein stattliches Defizit fahre, hatte ich zwischendurch manchmal kurz ein schlechtes Gewissen. Hoffentlich klappt die Umstellung auf Quark mit Quark, Skyr und Flohsamenschalen reibungslos. Immerhin sind jetzt endlich meine Flavours angekommen.

Tag der Abrechnung

Heute morgen endlich nach den USA auf meine Waage gestiegen und das Ergebnis *Trommelwirbel* – 70.1 kg… Und obwohl ich vom Bauchgefühl her ja schon so was erwartet habe, bin ich doch ein bisschen traurig/genervt/enttäuscht. Irgendwie war da doch so ein leises Stimmchen in meinem Hinterkopf, dass mir in den letzten Tagen eingeflüstert hat, dass ich ja vielleicht doch nicht zugenommen habe. Auf der Hochzeit hab ich ein paar Leute getroffen, die mich seit der Abnahme noch gar nicht gesehen haben, und die mir gesagt haben, wie toll ich doch aussehe; das könnte dazu beigetragen haben, dass ich zu hohe (niedrige?) Erwartungen an die Waage gestellt habe. Irgendwie graust es mir davor, dass nachher in meine Tabelle einzutragen und zu sehen, wie weit mich das zurückgeworfen hat :O

Überforderungen

Mittlerweile befinde ich mich wieder auf heimischem Boden. Gestern bin ich in Frankfurt gelandet und dann gleich weiter zu der Hochzeit einer Freundin in Salzburg. Wenn die Hochzeit nicht gewesen wäre, wäre ich noch zwei Tage länger in San Francisco geblieben, aber die Braut ist eine gute Freundin, da kann ich schon mal Abstriche machen. Aber man, war ich fertig gestern… Donnerstag um 4 Uhr morgens in San Francisco aufgestanden, 4 Stunden geflogen, 2 Stunden Aufenthalt in Washington, nochmal 7 Stunden nach Frankfurt geflogen, 2 Stunden am Boden, weiter nach Salzburg, zu meiner Freundin, 1 Stunde bei ihr mit Turboduschen und aufhübschen. Um 12 war die Trauung und dann haben wir bis 2 gefeiert. Da ich in der Nacht vor meinem Abflug natürlich auch nicht früh ins Bett bin, weil ich die letzten Stunden, in denen ich meine amerikanischen Kollegen noch mal sehen konnte, nicht mit schlafen verschwenden wollte, ging ich am Ende der Hochzeitsfeierlichkeiten wirklich auf dem Zahnfleisch. Aber heute, nach einer ordentlich durchgeschlafenen Nacht geht es mir schon wieder viel besser. Und schön war die Hochzeit trotzdem.

Der Titel dieses Posts bezieht sich übrigens gar nicht auf meine letzten paar Tage! Sondern auf meinen (mittlerweile gestrichenen) Plan für Januar. Ich hatte mir vor einer Weile in den Kopf gesetzt, mich im Januar vegan zu ernähren. Ich lebe mittlerweile fast mein halbes Leben vegetarisch und ich kann jeden nicht-Vegetarier verstehen, der sagt „Ich finde das ganz toll, würde das aber nicht schaffen, weil mir Fleisch so schmeckt“, denn ich würde sehr gerne vegan leben, schaffe es aber einfach nicht, weil mir Käse so schmeckt. Und Milch. Jogurt. Quark. Und Eier! Also dachte ich mir, ich versuche es zumindest mal einen Monat, zwinge mich ein bisschen dazu, mich nach Alternativen umzuschauen und neue Rezepte auzuprobieren und Gewohnheiten aufzubauen. Der Plan ist auch noch nicht komplett gestorben, aber zumindest für Januar (und für Februar) gestrichen. Denn: im März fange ich eine neue Stelle in einer neuen Stadt an, in der ich auch eine Wohnung brauche. Und ich soll bis dahin meine Doktorarbeit abgegeben haben. Und außerdem will ich ja auch noch 5 + die x kg, die ich mir in den USA angefuttert habe, abnehmen. Nicht wirklich die richtige Zeit, um sich durch vegane Blogs oder Kochbücher zu wühlen, auf die sättigende Portion Quark mit Gemüse zu verzichten oder Proteinwerte von Pflanzen zu vergleichen, um keinen Mangel zu bekommen.

Mein guter Vorsatz fürs neue Jahr ist also: mich (im zweiten Quartal) einen Monat lang vegan ernähren.

Zwischenstand 2

Mittlerweile bin ich San Francisco angekommen, was bedeutet: Mehr Autonomie, was meine Zeiteinteilung angeht und keine gemeinsamen Frühstücke mehr. Ich frühstücke also seit gestern wieder Proteinshake und bin gestern sehr viel rumgelaufen (grob überschlagen 12 km). Aber auch hier gibt es wieder echt viel und gutes Essen…

In den Tagen vor San Francisco haben wir einen kleinen Roadtrip gemacht, durch verschiedene Nationalparks. Was zwar sehr schön war, aber leider nicht so viel Zeit für Wanderungen beinhaltete, wie ich mir gewünscht hätte (nicht nur aus Abnehmgründen – ich wandere wirklich sehr gerne…). Ich bin auch nur noch 2 Tage hier, aber zu Hause komme ich erst am 19. an. Bin sehr gespannt, was die Waage zu sagen hat, aber ich bin relativ sicher, dass ich zugenommen habe. Alleine vom Bauchgefühl her – und damit meine ich, wie sich mein Bauch anfühlt 😛

Amerika Zwischenstand

Meine Zeit in den USA ist jetzt halb rum, und da ich ein paar Minuten Zeit habe, hier ein kleiner Zwischenbericht: Von meinen guten Vorsätzen hab ich eigentlich keinen umsetzen können 😛 Ich trinke gerade den zweiten Proteinshake der ganzen Reise, habs nicht geschafft, Muskeltraining zu machen, meinen Schrittzähler konnte ich nach 2 Tagen nicht mehr laden, da die Spannung hier nicht ausreicht… Aufgeschrieben, was ich esse habe ich auch nicht. Möp möp mööööp. Aber immerhin bewege ich mich hier recht viel (also, ich gehe und wandere viel) und ab dem Wochenende wird das noch mal ansteigen. Gefühlt habe ich an mindestens 2 Tagen ein massives Kalorienplus gegessen, an den anderen eher ein kleines Plus oder ausgeglichen. Das alles (abgesehen vom Schrittzähler) hat einerseits den Grund, den ich schon erahnt habe: “Ich bin ja nur kurz hier/ wer weiß, wann ich wieder komme.” und außerdem Futterneid, wenn die anderen Rührei mit Toast oder Porridge frühstücken, will ich mich nicht mit meinem Shake daneben setzen.

Nächste Woche geht es nach San Francisco, und da werde ich nicht mehr mit der ganzen Gruppe zusammen wohnen sein und morgens zumindest alleine essen können (Protenshake!). Naja, das finale Urteil fällt die Waage am 19.12.. 😛

P.S.: @ Annesch: Die Idee, das Gleiche zu essen wie meine normalgewichtige Kollegin wurde durch ihre… sagen wir inkompatiblen Essgewohnheiten verhindert: Sie ist zwar wenig, aber sehr energiedichtes Essen, z.B. Snickers zum frühstück 😀 Aber hätte ja klappen können

Alles halb so wild + ein halber Schlachtplan

Gestern hab ich mich irgendwie gar nicht auf die Waage getraut, weil ich dachte, ich hätte es mit meiner „Völlerei“ am Samstag schon wieder in den Bereich 69 kg gebracht (und das, obwohl ich gerade noch geschrieben hatte, dass ich die regelmäßige Kontrolle brauche… man man man) aber heute Morgen dann Entwarnung: 68,1 kg! Das heißt, ich könnte es vor meiner Reise in die USA realistisch noch schaffen, die 67 wieder zu sehen. Und genau für die Reise brauche ich irgendwie einen Plan: Was will ich erreichen? Was für Probleme können mir dabei im Weg stehen?

Was ich erreichen will: Tja… Eine weitere Abnahme ist vermutlich zu hoch gegriffen. Ist es auch zu hoch gegriffen, mein Gewicht halten zu wollen? Sollte ich mir eine Grenze für eine maximale Zunahme setzen? Vielleicht doch lieber mit dem zweiten Punkt anfangen: Probleme.

1) Ich habe keine Waagen zur Verfügung. Weder eine Körperwaage noch eine fürs Essen.

2) Ich habe nur begrenzt freie Verfügung über meine Zeit. Das heißt, ich weiß nicht, ob und wenn ja wieviel Sport ich machen kann. In der zweiten Woche, in der ich in San Francisco bin, werde ich vermutlich immerhin ziemlich viel herumlaufen, aber in der ersten Woche wohl eher nicht.

3) Wir werden vermutlich nicht allzu selten essen gehen, was bedeutet: leckeres, kcal-reiches Essen. Dazu die Mentalität „Wer weiß, wann du wieder die Gelegenheit hast, hier zu essen…“ Und ich will mir auch wirklich nicht alles verkneifen müssen, ich kann ja auch nach meiner Rückkehr weiter machen. Aaaber völlig ausarten sollte es auch nicht…

Lösungsansätze: Ich werde Proteinshakes einpacken und versuchen, zumindest eine Mahlzeit am Tag dadurch abzudecken. Außerdem nehme ich Proteinriegel mit, falls ich spontan Heißhunger bekomme. Hier zu Hause hab ich für diese Fälle immer Quark und Gemüse dabei, aber das könnte nicht machbar sein in den USA und da ich eh diese Riegel zu Hause habe, kanns auch nicht schaden sie mitzunehmen. Ich werde außerdem meinen Schrittzähler wieder reaktivieren, damit ich Kontrolle darüber habe, wieviel ich mich im Alltag bewegt habe. Wenn möglich werde ich Muskeltraining mit dem eigenen Körpergewicht einbauen. Ich überlege auch, Sachen zum Joggen mitzunehmen, aber das ist deutlich zeitintensiver, und ich brauch extra Schuhe… Kann ich ja noch überlegen.

Gut, das sieht doch nach einem Plan aus. Aber ob ich nicht oder nicht zu viel zunehmen will, darauf will ich mich irgendwie gerade nicht festlegen… Lieber “hoch pokern”? Oder lieber nicht enttäuscht sein..? Wird, was ich mir jetzt vornehme überhaupt etwas daran ändern, wie ich mich in den USA verhalte..?

:/

Anfang Dezember fahre ich arbeitsbedingt für 2 Wochen in die USA. Bisher hab ich mich darauf gefreut (vor allem, weil ich zwischendurch ein paar Tage Urlaub einbauen kann), aber seit Mittwoch hat diese Vorfreude mächtig gelitten.